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Peter Mauron ist der Mann im Hintergrund beim Aadorfer Fussballcamp

Zum 15. Mal gastiert das Axpo Fussballcamp in Aadorf. Mit dabei ist Peter Mauron – ebenfalls zum 15. Mal.
Kurt Lichtensteiger
Peter Mauron und der Leiter des Fusballcamps, Bernd Voss. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Peter Mauron und der Leiter des Fusballcamps, Bernd Voss. (Bilder: Kurt Lichtensteiger)

Seit Montag tummeln sich 130 begeisterte Kinder im Alter von fünf bis 16 Jahren auf den Fussballplätzen Unterwiesen in Aadorf. Sie dribbeln, passen, schiessen, flanken und jubeln, wenn sie ein Tor erzielt haben. Professionell angeleitet werden die Mädchen und Buben von 15 Übungsleitern, die neben der fussballerischen Ausbildung auch grossen Wert auf Respekt und faires Verhalten legen.

Verschiedene Trainingseinheiten, eingestreute Wettbewerbe und musikalische Untermauerung sorgen für viel Abwechslung, Stimmung, Spass und Emotionen. Von morgens 10 Uhr bis abends gegen 18 Uhr ist der Ball im Zentrum. Es wird gerannt und gekämpft. In kurzen Erholungspausen wird getrunken oder die Zeit genutzt, sich mit Früchten zu stärken. Über Mittag trifft sich die Hundertschaft im Campzelt, wohin die Balterswiler «Krone» das Essen anliefert. Fleissige SCA-Mitglieder sorgen jeweils für einen reibungslosen Service.

Jedes Jahr eine Ferienwoche geopfert

Im Organisationsteam nicht wegzudenken ist der Aadorfer Peter Mauron. Seit 15 Jahren ist er der Mann im Hintergrund, will aber seine Mitarbeit nicht überschätzen. Auch nicht, dass er sich bis zu seiner Pensionierung stets eine Woche Ferien nahm, um sich voll und ganz in den Dienst der Kinder zu stellen:

«Eine Woche lang jeden Tag Begeisterung und strahlende Kinderaugen im Camp zu sehen, macht schon grosse Freude.»

Der technische Leiter Bernd Voss und der Adminstrator Stefan Huber, ehemaliger Schweizer Nationaltorhüter, sind des Lobes voll über den Standort Aadorf. Hier würden sie schweizweit wohl die idealsten Voraussetzungen vorfinden:

«Infrastruktur, Fussballplätze, Aufenthaltsräume sowie personelles Umfeld könnten kaum besser sein. Mit Peter Mauron ist zudem stets eine Ansprechperson vor Ort, was von unschätzbarer Bedeutung ist.»

Gleichzeitig finden auch Lager in Vaduz und Crissier statt; übers Jahr sind es rund 40 Standorte. Wie sehr der ehemalige Profifussballer Bernd Voss das ländliche Aadorf schätzt, zeigt sich an seiner fast stetigen Präsenz. «Ich bin gerne hier, wo eben einfach alles stimmt.» Und sogleich wird sich der Deutsche wieder seiner Führungsaufgabe widmen, die er leidenschaftlich, lauthals und konsequent ausübt.

Kinder im Alter von fünf bis 16 Jahren trainieren diese Woche im Fussballcamp auf dem Aadorfer Sportplatz Unterwiesen.

Kinder im Alter von fünf bis 16 Jahren trainieren diese Woche im Fussballcamp auf dem Aadorfer Sportplatz Unterwiesen.

Wertschätzung ist ihm fast peinlich

Akklimatisiert und integriert Peter Mauron steht etwas verlegen daneben. So viel Wertschätzung ist ihm fast peinlich. Dabei kann der Sensler, der vor 30 Jahren seinen Heimatkanton Fribourg verlassen hat, auf seine Dienstfertigkeit stolz sein. Gleich nach seinem Wegzug hat sich der Mitarbeiter einer Auto-Importfirma dem SC Aadorf als fussballspielendes Mitglied angeschlossen, um danach als Seniorenobmann, Chef-Infrastruktur, Materialverwalter und Platzwart, verdienstvolle Funktionen auszuüben.

Auch beim Volleyballclub Aadorf hat er sich engagiert, sei es als Fahrer oder Mannschaftsbetreuer. Heute beschränkt er sich auf vereinzelte Kurierdienste. Mauron ist beileibe kein Heimweh-Fribourger. Beispielhaft hat er sich im Thurgau integriert, unterstrichen durch seine Mitgliedschaft im Einwohnerverein Aadorf, wo er sich nicht zu schade ist, seine tatkräftige Unterstützung anzubieten. Selbst sein ursprüngliches Senslerdeutsch hat er gegen den Thurgauer Dialekt eingetauscht. Mehr Adaption und Integration geht nun wirklich kaum.

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