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Patient gesundet finanziell: Die Spitex Thurgau Nordwest budgetiert mit um 20 Prozent tieferen Gemeindebeiträgen

Steckborn und Mammern haben sich entschieden. Die Spitex Thurgau Nordwest geht mit fünf Verbandsgemeinden in eine rosige Zukunft.
Mathias Frei
Eine Spitex-Mitarbeiterin bei der Arbeit. (Bild: Benjamin Manser, 9. August 2018)

Eine Spitex-Mitarbeiterin bei der Arbeit. (Bild: Benjamin Manser, 9. August 2018)

Die Fronten sind geklärt. Ab 1.Januar 2021 tragen Diessenhofen, Basadingen-Schlattingen, Schlatt, Steckborn und Mammern den Spitex-Zweckverband Thurgau Nordwest. Eschenz und Wagenhausen indes setzen ab diesem Zeitpunkt auf einen privaten Anbieter für die ambulante Pflege.

Roger Forrer, Präsident Spitex Thurgau Nordwest. (Bild: Andrea Stalder)

Roger Forrer, Präsident Spitex Thurgau Nordwest. (Bild: Andrea Stalder)

Steckborn und Mammern haben kürzlich beschlossen, ihre vorsorglichen Austritte zurückzunehmen. «Der Entscheid der beiden Verbandsgemeinden ist aus unserer Sicht sehr erfreulich», sagt Roger Forrer, Präsident der Spitex Thurgau Nordwest. «Unsere Mitarbeitenden sowie vor allem auch unsere Klientinnen und Klienten sollen Vertrauen in die Spitex haben.»

Budgetiert sind 20 Prozent tiefere Gemeindebeiträge

Mit dem Verbleib von Steckborn und Mammern ist nun auch der Spitex-Stützpunkt Steckborn gesichert. Der andere Standort bleibt in Diessenhofen. Die Delegiertenversammlung der Spitex Thurgau Nordwest hatte im Frühling 2019 eine externe Betriebsanalyse in Auftrag gegeben, um Sparpotenzial auszuloten. Denn ein Grund für den Austritt Eschenz’ und Wagenhausens waren die vergleichsweise eher hohen Kosten. Wie Präsident Forrer erklärt, sind Resultate zum Jahresende zu erwarten. Mögliche Massnahmen aus diesem Blick von aussen bilden sich im Budget 2020 also noch nicht ab. Forrer sagt:

«Die Diskussion der letzten Monate hat uns selber wachgerüttelt.»

Das Personal sei mit guten Ideen gekommen, womit es möglich geworden sei, die Prozesse zu verschlanken. Das Resultat kann sich sehen lassen:

«Wir können ein Budget 2020 präsentieren, bei dem Beiträge der Verbandsgemeinden im Vergleich zum Vorjahr um einen Fünftel tiefer sind.»

Eine Herausforderung wird das Personalmanagement bis Ende 2020 sein. Der beschlossene Austritt von Eschenz und Wagenhausen hat mehrere Spitex-Mitarbeitende veranlasst, zu kündigen und sich beruflich neu zu orientieren. Gleichwohl muss die Leistungserbringung für die beiden Gemeinden bis zu ihrem Austritt in der bisherigen Qualität und Quantität gewährleistet sein. Man werde deshalb vermehrt auf Springerinnen und Temporärpersonal setzen müssen, obwohl zweiteres zu Mehrkosten führen werde. Was für Forrer klar ist:

«Wir besetzen nur jene Stellen neu, die wir unbefristet besetzen können.»

Entscheid soll Personal Sicherheit geben

Monika Ribi, Gemeinderätin Mammern. (Bild: PD)

Monika Ribi, Gemeinderätin Mammern. (Bild: PD)

Zum Beweggrund Mammerns für den Verbleib in der Spitex sagt Gemeinderätin Monika Ribi, die der Spitex-Betriebskommission angehört: «Wir denken, es ist wichtig, dass der Zweckverband weiterbesteht.» Der Entscheid soll dem Personal Sicherheit geben. Und nicht zuletzt: «Mit Blick auf das Budget 2020 sind die Aussichten für den Verband gut.»

Roman Pulfer, Stadtpräsident Steckborn. (Bild: PD)

Roman Pulfer, Stadtpräsident Steckborn. (Bild: PD)

In Steckborn sind die Beweggründe ähnlicher Natur, wie Stadtpräsident Roman Pulfer ausführt. «Wir sehen eine positive Entwicklung bei der Optimierung der Prozesse und haben Vertrauen in die Bemühung der Spitex-Betriebskommission.» Ein Weiterbestehen des Zweckverbands sei auch ohne Eschenz und Wagenhausen sinnvoll. Zudem sei damit auch der Spitex-Standort Steckborn gesichert.

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