Parteiparolen
«Unterschiedliche Meinungen in der Partei»: Christdemokraten und Freisinnige fassen Parolen zur Münchwiler Mehrzweckhalle

CVP und FDP Münchwilen beschliessen Stimmfreigabe zur Abstimmung über eine neue Mehrzweckhalle. Damit stellt sich einzig die SVP hinter die Vereine.

Olaf Kühne
Drucken
Teilen
Visualisierung der geplanten Mehrzweckhalle.

Visualisierung der geplanten Mehrzweckhalle.

Bild: PD/Nightnurse Images

Jetzt liegen alle Karten auf dem Tisch: Bezüglich der Münchwiler Abstimmung über eine neue Mehrzweckhalle beschliessen CVP und FDP Stimmfreigabe. Damit haben sich nun alle Ortsparteien zur wohl umstrittensten Vorlage seit Jahren geäussert.

Klar Position bezogen hat indes einzig die SVP: Sie empfiehlt ein Ja und stellt sich damit hinter die Vereine, welche gerne anstelle der sanierungsbedürftigen, aber auch denkmalgeschützten Mehrzweckhalle einen Neubau hätten. Die Grünen hingegen haben «nach angeregter Diskussion im Vorstand», wie es Ortsparteipräsidentin Sibylle Stör formulierte, entschieden, keine Abstimmungsempfehlung aussprechen zu wollen.

Ein wenig anders nun also CVP und FDP. Beide Parteien beschliessen Stimmfreigabe – und wollen damit vor allem den eigenen Parteimitgliedern gerecht werden. Oder wie es CVP-Präsident Karl Kappeler in seiner Mitteilung an unsere Zeitung formuliert:

«Wir gewichten die unterschiedlichen Meinungen in der Partei höher und verzichten deshalb auf eine einseitige Empfehlung.»

Delikater war die Frage wohl für die FDP. Ist sie doch durch ihre Exponenten längst so vielfältig in den Abstimmungskampf involviert wie keine andere Münchwiler Ortspartei. Federführend bei der Petition für den Erhalt der alten Halle und jetzt auch im Nein-Komitee gegen einen Neubau ist Marianne Meienberger, FDP-Mitglied und ehemalige Kantonsratskandidatin. Mindestens genauso engagiert kämpft auf der Gegenseite Hanspeter Wehrle, alt Schulpräsident und alt FDP-Kantonsrat, an vorderster Front mit der IG Mehrzweckhalle Oberhofen für ein Ja am 26. September. Damit nicht genug: FDP-Schulpräsident Lukas Weinhappl und seine Schulbehörde empfehlen den Projektierungskredit zur Ablehnung und wollen Ende November ihren Plan B an die Gemeindeversammlung bringen.

An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung der Münchwiler Freisinnigen habe denn auch «ein reger Austausch» stattgefunden, schreibt FDP-Präsident Roland Aeby in seiner Mitteilung. Dabei habe sich gezeigt, dass die meisten anwesenden Parteimitglieder ihren Entscheid zur Vorlage schon im Voraus gefällt hätten. Die FDP-Mitglieder seien deshalb «als eine für liberales Gedankengut bekannte Partei» mit ihrer einstimmig beschlossenen Stimmfreigabe just diesem Motto gefolgt.

Aktuelle Nachrichten