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EDU Thurgau kämpft mit voller Kraft gegen die Ehe für alle

Für die rechtskonservative Eidgenössisch-Demokratische Union Thurgau rückt 2021 ein nationales Anliegen in den Fokus: das Zustandekommen des Referendums gegen die «Ehe für alle».

Christof Lampart
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Die Spitzenkräfte der EDU Thurgau bei ihrer Jahresmedienkonferenz in Weinfelden.

Die Spitzenkräfte der EDU Thurgau bei ihrer Jahresmedienkonferenz in Weinfelden.

Christof Lampart

Daniel Frischknecht, Präsident der EDU Schweiz und Kantonsrat aus Romanshorn, machte an der Jahresmedienkonferenz der EDU Thurgau deutlich, dass für ihn das Unterschriftensammeln gegen die Ehe für alle Priorität hat. Sein Nein zur «Fake-Ehe» begründet er so: «Nur aus der Ehe zwischen Mann und Frau können Kinder hervorgehen. Das ist die einzige Verbindung, bei der Nachhaltigkeit möglich ist. Dass sollten sich alle Linken und Liberalen mal merken, die ansonsten immer für Nachhaltigkeit sind.»

«Unerschöpfliche Energie»

Fördern möchte Kantonsrat Peter Schenk (Zihlschlacht) die Energiewende im Thurgau – und fordert von Behörde und Politik ein Umdenken bezüglich Tiefengeothermie. Es gebe heute Bohrverfahren ohne Fracking, welche die Gefahr für die Umwelt und bezüglich Erdbeben deutlich reduzierten. Jedoch könne diese «unerschöpfliche Energie» nur dann gewonnen werden, wenn «die Regierung, die Verbände und die Investoren mutig zusammenspannen».

EDU-Kantonalpräsident Hans Trachsel (Amriswil) erinnerte daran, was die EDU ausmache: «Wir politisieren auf der Basis biblischer Werte, was bedeutet, dass unser Leben und Handeln nachhaltig und enkeltauglich sein soll.»

Bearbeitung der Covid-19-Fälle dauert zu lange

Der Frauenfelder Kantonsrat Christian Mader unterstützte die Covid-19-Härtefallmassnahmen, störte sich aber «massiv daran, dass der Kanton erst per 1. Februar mit der Bearbeitung der Gesuche beginnt». Entscheide über Anspruch und allfällige Auszahlungen dauerten so viel zu lange.

Vielmehr hätte man Anfang Jahr mit der Überprüfung starten sollen, da «besondere Umstände besondere Massnahmen erfordern». Kantonsrat Lukas Madörin (Weinfelden) erklärte, dass ihn die Covid-19-Krise als Gastronom und Detailhändler zwar beschäftige, er aber auf den Innovationsgeist der Branche setze. «Wir versuchen, die Ruhe zu bewahren. Ich habe in Weinfelden noch von keinem Restaurant gehört, dass es wegen Covid-19 schliessen muss», verbreitete Madörin Zuversicht.

Kantonsrat Iwan Wüst-Singer (Tuttwil) erklärte, dass es der EDU in der Flüchtlings- und Migrationsfrage sehr wichtig ist, dass «in sehr kurzer Frist bestimmt werden kann, ob eine erzwungene oder eine freiwillige Migration vorliegt – und dementsprechend auch entschieden werden kann». Die EDU unterstütze Förderprogramme in Entwicklungsländer, welche die Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort zum Ziel hätten. Wer jedoch hierherkomme, müsse bestrebt sein, Deutsch zu lernen, und sich mit dem Land und Volk identifizieren.