Nach internen Querelen: Pädagogische Hochschule baut Mitarbeiterorganisation auf

Die Führung der Pädagogischen Hochschule Thurgau wird weiterhin von externer Stelle beraten. Damit soll unter anderem das Vertrauen der Mitarbeiter zurückgewonnen werden.

Silvan Meile
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Sebastian Wörwag, Präsident des Hochschulrats.

Sebastian Wörwag, Präsident des Hochschulrats.

Bild: Urs Bucher

Aufgrund der Turbulenzen innerhalb der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) nach der Freistellung des Prorektors Matthias Begemann startete vor mehr als einem Jahr ein Projekt, das die Hochschule wieder stabilisieren soll.

Dafür engagierte der Hochschulrat den Luzerner Coach und Unternehmensberater Othmar Fries. Seine Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Fries führt regelmässig Gespräche mit der Hochschulleitung und steht als «Ombudsstelle» für Anliegen der PH-Mitarbeitenden zur Verfügung, heisst es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Geschäftsprüfungs- und Finanzkommission des Thurgauer Grossen Rates. Diese übernimmt die politische Aufsicht der Hochschule, prüft Jahresbericht und Rechnung der Institution.

Die Kommission hält in ihrem Bericht fest, dass die «Causa Begemann» abgeschlossen sei. Überprüfungen seien «praktisch in allen heiklen Themenfeldern intern wie auch mit externer Begleitung» vorgenommen worden. Verschiedene vertrauensbildende Massnahmen seien zwischenzeitlich umgesetzt oder noch am Laufen.

Berater bleibt vorerst Anlaufstelle für Mitarbeiter

Othmar Fries habe primär als Coach und Ombudsstelle ein Mandat bei der PHTG, da eine solche Einrichtung aktuell fehle, sagt Sebastian Wörwag. Anfang dieses Monats übernahm er das Amt des Hochschulratspräsidenten vom abtretenden Hans Munz. Derzeit sei eine Mitarbeiterorganisation im Aufbau. Bis diese etabliert sei, sollen die Mitarbeitenden mit der aktuellen Ombudsstelle weiterhin eine externe Anlaufstelle haben. «Der Hochschulrat hat einen Ausschuss, bestehend aus dem Präsidenten, der Vizepräsidentin und einem weiteren Hochschulratsmitglied, welcher die Zusammenarbeit und das Vorgehen mit Herrn Fries koordiniert.»