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«Out in the Green Garden» Frauenfeld: Zwischen Spendierhosen und Knausrigen

Am Wochenende lockte das «Out in the Green Garden» in den Frauenfelder Murg-Auen-Park. Wie sich herausstellte, bezahlten die Besucher ganz unterschiedlich viel Eintritt.
Christoph Heer
(Bild: Reto Martin) (Bild: Reto Martin)
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Das Konzert des New York Ska-Jazz Ensemble am Out in the Green Garden 2019 in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)Das Konzert des New York Ska-Jazz Ensemble am Out in the Green Garden 2019 in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Gute Stimmung während des Konzerts des New York Ska-Jazz Ensemble am Out in the Green Garden 2019 in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)Gute Stimmung während des Konzerts des New York Ska-Jazz Ensemble am Out in the Green Garden 2019 in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
Gute Stimmung während des Konzerts des New York Ska-Jazz Ensemble am Out in the Green Garden 2019 in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)Gute Stimmung während des Konzerts des New York Ska-Jazz Ensemble am Out in the Green Garden 2019 in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)
(Bild: Reto Martin)(Bild: Reto Martin)
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Gute Stimmung am «Out In The Green Garden»-Festival in Frauenfeld

Es gibt viel Spannendes zu berichten, vom diesjährigen «Out in the Green Garden». Will man chronologisch seines Besuches anfangen, so startet man – ausser einigen Übeltätern, die sich doch tatsächlich aufs Gelände geschlichen haben – an der Kasse. Es ist nicht irgendeine Kasse, denn für jeden Besucher gilt: Bezahl, was du willst. Oder bezahl, was du kannst. Will heissen: Der Eintrittspreis bleibt variabel, und so soll es schliesslich niemandem verwehrt bleiben, das feine Frauenfelder Kulturfestival im Murg-Auen-Park aus finanziellen Gründen nicht besuchen zu können.

Bei einer späteren Nachfrage am Kassenhäuschen, wie viel so auf freiwilliger Basis bezahlt wird, erstaunt die Antwort nicht. Die Besucher bezahlen Beträge zwischen fünf und 20 Franken. Selbsterklärend gibt es auch Ausreisser nach oben und nach unten.

Rastatragende Partyleute von Nah und Fern

Zu Hunderten stehen junge, ältere, kleine, grosse, weibliche, männliche, einheimische und auswärtige vor der Bühne. Aktuell spielt sich das legendäre «New York Ska-Jazz Ensemble» in die Herzen der Besucher. Da ist es definitiv zu laut, um den zahlreichen, rastatragenden Partyleuten Fragen nach ihrem Eintrittsgeld zu stellen. Also zurück zur gemütlichen Lounge, aber natürlich nicht, ohne am Bierausschank kurz Hallo zu sagen. Mit vollem Becher und Notizblock geht es auf die Suche nach Interviewpartner.

Da ist er, der Inbegriff für einen tadellosen Auskunftgeber: männlich, wohl Mitte 40, stark tätowiert und vielleicht ein wenig betrunken. Mutig auf ihn hinsteuernd, übt man noch schnell den Eröffnungssatz, der dann vor Ort eh ganz anders kommt. «Hey Bro. Ich bin vode Thurgauer Zitig, dörf ich dir e Frog betreffend Ihtritt stelle?» – «Hey geil Mann. Chum ich ide Zitig, so geil Mann. Chum nimm au en Zug.» Dieser «Zug» fährt dann natürlich ohne Thurgauer Zeitung weiter, während sich die Luft immer stärker mit dem süsslichen Duft von inhaliertem Hanf schwängert.

Spendable Einheimische

Es finden sich dann doch noch Fragenbeantworter, und dabei wird es spannend. Zwei junge Winterthurerinnen sind ehrlich genug und sagen, dass sie je zwei Franken bezahlt haben. Ähnlich tönt es beim Seuzacher, «habe grad drei Einfränkler gefunden, das reicht schon. Dafür trinke ich umso mehr.» Und wie sieht es bei den Einheimischen mit der Höhe ihres Eintrittsgeldes aus? Eine junge Frauenfelderin sagt:

«Auch wenn man weniger geben kann. Bei einem solch tollen Festival liegen 20 Franken allemal drin.»

Und für einen Aadorfer sind gar 40 Franken angebracht. Eine vierköpfige Gruppe, ebenfalls aus Frauenfeld und zwischen 19 und 22 Jahre alt, gibt an, zusammen 50 Franken abgegeben zu haben. Wichtig zu wissen: Das «Out in the Green Garden» wird ausschliesslich von ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiert und durchgeführt. Non-Profit heisst die Devise. Und trotzdem scheuen die Organisatoren vor keinen Aufwand. Dank der ganzen Infrastruktur, den 30 Liveacts und dem Sicherheitsdispositiv, findet am Sonntagabend ein Kulturfestival sein Ende, das wiederum für eine grossartige Verbrüderung unterschiedlichster Menschen gesorgt hat.

OK zieht positives Fazit

Johannes Eiholzer, OK-Mitglied «Out in the Green Garden». (Bild: Donato Caspari)

Johannes Eiholzer, OK-Mitglied «Out in the Green Garden». (Bild: Donato Caspari)

Johannes Eiholzer, Mitglied im Organisationskomitee, zieht ein positives Fazit. «Das diesjährige Festival war am Freitag und Samstag mit je 1000 Besuchern ausverkauft. Die zum Teil enthusiastische Stimmung und die Fröhlichkeit im Volk ist uns aufgefallen, genau das ist unser Ziel.» Eiholzer bemerkt, dass die Festivalgäste den grosse Aufwand der Macher schätzen, «dementsprechend verhalten sich auch die Besucher, nämlich rücksichtsvoll und friedlich.»

Keine Zwischenfälle, wenig Abfall und die vielen tollen Bands runden das gelungene Festival ab. Im kommenden Jahr feiert das «Out in the Green Garden» sein zehnjähriges Jubiläum. «Dann werden wir einige kleinere Anpassungen vorgenommen haben, freuen uns jetzt schon auf unser ‹Zehnjähriges› und hoffen, dass sich viele den 31. Juli bis 2. August 2020 in ihrer Agenda markieren.» (che)

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