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Aadorfer Ortsparteien fordern Gesamterneuerungswahl der Schulbehörde

Nach dem überraschenden Rücktritt von Schulpräsident Martin Köstli hat die Interpartei die Schulbehörde zur Anhörung vorgeladen. Nun schlägt sie eine ausserordentliche Erneuerungswahl der gesamten Behörde vor.
Roman Scherrer
Ein Bild aus besseren Tagen: Die Aadorfer Schulbehörde mit Astrid Keller, Martin Köstli, Sandra Gansner Lienau, Andreas Spring und Nino Heider stösst am 12. Februar 2017 auf die Gesamterneuerungswahl an. (Archivbild: Olaf Kühne)

Ein Bild aus besseren Tagen: Die Aadorfer Schulbehörde mit Astrid Keller, Martin Köstli, Sandra Gansner Lienau, Andreas Spring und Nino Heider stösst am 12. Februar 2017 auf die Gesamterneuerungswahl an. (Archivbild: Olaf Kühne)

«Wir haben uns sehr schwer getan mit dem Entscheid», sagt Michael Haldemann, Präsident der GLP im Bezirk Münchwilen. Als Vertreter der Grünliberalen war er vergangene Woche dabei, als die Aadorfer Interpartei – das gemeinsame Organ der Ortsparteien – die Schulbehörde angehört hatte. Thema dabei: Der überraschende Rücktritt des Schulpräsidenten Martin Köstli (unsere Zeitung berichtete).

Mit «Entscheid» meint Haldemann den Vorschlag der Interpartei, im November eine Gesamterneuerungswahl für die Aadorfer Schulbehörde durchzuführen. Ein solcher Neuanfang sei die beste Lösung, um das verspielte Vertrauen der Bevölkerung und der Mitarbeiter der Schule wiederherzustellen, schreibt die Interpartei in ihrer Medienmitteilung.

Allerdings ist diese ausserordentliche Erneuerungswahl – die Legislatur dauert grundsätzlich bis 2021 – noch nicht beschlossene Sache. Ein entsprechendes Gesuch müsste zuerst die zuständige Regierungsrätin Monika Knill bewilligen.

Angestellte sind verunsichert

«Nach dem Hearing war für alle politischen Parteien klar, dass es weitere Rücktritte braucht», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Interpartei hat den Rücktritt nicht bestimmten Behördenmitgliedern nahegelegt. «Das muss die Schulbehörde nun selber entscheiden», sagt Haldemann. Die Interpartei könne hinsichtlich ihrer Kompetenzen nur den Anstoss für weitere Rücktritte geben. «Es braucht wieder ein funktionierendes und handlungsfähiges Gremium.»

Wichtig sei es nun in erster Linie, dass so bald wie möglich wieder Ruhe in den Schulbetrieb einkehre. So schreibt die Interpartei weiter, dass unter den Angestellten der Volksschulgemeinde derzeit grosse Verunsicherung herrscht.

Keine transparente Darstellung

Bevor die Interpartei die Behördenmitglieder zum Hearing geladen hat, hatte sie sich auch die Sichtweise des zurückgetretenen Schulpräsidenten Martin Köstli angehört. Dieser habe alle Fragen nachvollziehbar beantwortet – im Gegensatz zur Schulbehörde. «Sie haben Meinungsunterschiede bezüglich Personalfragen oder strategischer Weiterentwicklung der Schule angeführt», sagt Michael Haldemann.

Gemäss der Interpartei seien aber weiterführende Auskünfte mit Verweis auf das Amtsgeheimnis abgeblockt worden. «Die Schulbehörde verpasste es, ihre Sichtweise transparent darzustellen.» Barbara Müller, Kantonsrätin und Präsidentin der SP Aadorf, findet noch deutlichere Worte: «Martin Köstli hat die Probleme offen angesprochen. Die Schulbehörde war bei der Anhörung dagegen eine Mauer des Schweigens.»

Mit ihrer Mitteilung spielt die Interpartei den Ball nun der Schulbehörde zu. «Wir warten nun ab, wie sie entscheiden wird», so Michael Haldemann. Vizeschulpräsident Nino Heider hat gegenüber dieser Zeitung bereits angekündigt, demnächst über das weitere Vorgehen zu informieren.

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