Orange im Plus: Die CVP will bei den Frauenfelder Gemeinderatswahlen zulegen

Vor vier Jahren reichte es den Christdemokraten knapp nicht für das Restmandat in der Mitte. Nun will die CVP den 2011 verlorenen fünften Gemeinderatssitz mit einer erfrischend verjüngten Liste zurückholen.

Mathias Frei
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Die CVP im Murg-Auen-Park: ein Gruppenbild mit 13 der insgesamt 20 Kandidatinnen und Kandidaten. (Bild: Donato Caspari)

Die CVP im Murg-Auen-Park: ein Gruppenbild mit 13 der insgesamt 20 Kandidatinnen und Kandidaten. (Bild: Donato Caspari)

Die Stadtratswahlen kürzlich sollen erst der Anfang eines erfolgreichen Wahlfrühlings sein. Das ist die Meinung von CVP-Stadtparteipräsident Beda Stähelin.

«Unsere Stadträtin Elsbeth Aepli hat mit einem hervorragenden Resultat die Wiederwahl geschafft. Das gibt uns Schwung für die anstehenden Gemeinderatswahlen.»

Das sagt Stähelin, der seit vergangenem November die Frauenfelder Christdemokraten leitet. Und Wahlkampfleiterin Kathrin Bünter, die für die CVP im Grossen Rat politisiert – wie auch Gemeinderat Christoph Regli – und zudem auf der orangefarbenen Liste Nummer 2 fürs Frauenfelder Stadtparlament fungiert, fügt an:

«Wir haben eine gute Liste zusammen, mit der wir einen Sitz gewinnen wollen.»

Also ein Mandat zulegen, von derzeit vier auf fünf. 2011 verlor die CVP eben diesen fünften Sitz. Vier Jahre später war den Orangen das Glück nicht hold. Das Restmandat in der Mitte-Listenverbindung mit FDP und EVP brachte den fünften CVP-Sitz nicht zurück, sondern ging an die Freisinnigen.

Verjüngte Liste mit ambitioniertem Präsidenten

Eine gute Basis für den angestrebten Sitzgewinn bildet der Umstand, dass die vier Bisherigen, nämlich Stefan Geiges, Susanna Dreyer, Christoph Regli und CVP-/EVP-Fraktionspräsidentin Julia Bünter, wieder antreten. Die 20 Kandidaten – neun Frauen, elf Männer – auf der Liste sind allesamt doppelt aufgeführt. Präsident Stähelin gehört zu den ambitionierten Neuen, wichtiger als seine Stimmenzahl sei ihm aber der Erfolg der Liste.

Auf der CVP-Liste: elf Männer, neun Frauen, im Schnitt 40 Jahre alt

Alle 20 Kandidaten sind doppelt auf der Liste: Stefan Geiges, bisher (1964, Unternehmer); Susanna Dreyer, bisher (1952, Personalfachfrau); Christoph Regli, bisher (1959, Privatkundenberater); Julia Bünter, bisher (1990, Tierärztin); Beda Stähelin (1986, Rechtsanwalt); Nathanael Hug (1985, Jurist); Markus Schefer (1964, Chef Regionale Militärische Kooperation); Sara Buchschacher-Rutishauser (1984, dipl. Personalleiterin nds hf); David Bünter (1999, Student HSG); Sebastian Dreyer (1992, Kaufmann); Maya Girsberger-Schefer (1968, Geschäftsführerin Istor AG Frauenfeld); Ruth Krähenmann-Hoenen (1963, Schulsekretärin); Lilian Köchli (1975, Kindergärtnerin); Simon Müller (1982, Gebäudetechnikingenieur FH); Tobias Regli (1986, Rechtsanwalt); Nathalie Reinhart (1987, Rechtsanwältin); Valentin Schlatter (1986, Elektroingenieur); Stephan Schwager (1980, Study Director Biocompatibility); Monica Lamas (1965, Juristin / Head Legal & Compliance); Kathrin Bünter (1963, Kindergärtnerin/Kitaleitung, Dozentin Agogis Winterthur). (red)

Die Kandidaten seien im Schnitt gerade mal 40 Jahre alt. So manifestiere sich auch der mittelfristige Generationenwechsel, der zu einem gewinnbringenden Mix von jungem Engagement und politischen Erfahrungen führen soll. Mit Jahrgang 1999 kann sich Kathrin Bünters Sohn David erst seit kurzem für eine Wahl aufstellen lassen. Altersmässig Antipodin ist alt Gemeinderatspräsidentin Susanna Dreyer, die heuer 67 Jahre alt wird. Fünf Juristen haben auf der Liste Platz, aktuelle und ehemalige Pfadfinder hat’s einige, sportlich dominieren Handball (SC Frauenfeld) und Basketball (CVJM Frauenfeld).

Das erfolgreiche Zünglein an der Waage

«Wir halten Frauenfeld zusammen!»: Das ist der CVP-Slogan mit Blick auf die Gemeinderatswahlen vom 31. März. Dahinter steckt gemäss Wahlprospekt eine moderne Familienpartei aus der politischen Mitte, die ihr urbanes Umfeld gestalten will. Beda Stähelin erklärt:

«Und wir sind auch jene Partei, die konstruktiv und lösungsorientiert wirkt, um zwischen den politischen Polen Brücken zu bauen.»

Während andere Parteien zunehmend populistisch agierten, sei die CVP bei Abstimmungen nicht selten das Zünglein an der Waage und gewinne diese auch meistens, sagt Wahlkampfchefin Bünter. In Frauenfeld sei das nicht anders. Wie Präsident Stähelin erklärt, wird man, wie vor vier Jahren, eine Listenverbindung mit der Fraktionsjuniorpartnerin EVP und der FDP eingehen. «Für eine starke Mitte mit einer starken CVP.» Und etwas mehr Glück beim Restmandat.

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