Urnenabstimmung
Opposition bleibt erfolglos: Wagenhausen investiert weitere 800'000 Franken in den Hochwasserschutz

Mit einem Flugblatt wollten Gegner in Wagenhausen das Budget 2021 mit geplantem Hochwasserschutzprojekt stürzen. Vergebens. 58 Prozent der Stimmbürger sagten Ja.

Samuel Koch
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Gemeindepräsident Roland Tuchschmid vor der Unterführung, die Stimmbürger für gefährlich halten.

Gemeindepräsident Roland Tuchschmid vor der Unterführung, die Stimmbürger für gefährlich halten.

Bild: Margrith Pfister-Kübler

«Katastrophal»: So hat ein Gegner das Hochwasserschutzprojekt bezeichnet und mit Flugblättern gegen die Annahme des Budgets 2021 der Gemeinde Wagenhausen geweibelt, das eine weitere Investitionstranche von rund 800'000 Franken in Gewässerverbauungen vorsieht. Mit zusätzlichen Geldern der Nachbargemeinde Stein am Rhein sowie Bund und Kanton sollen insgesamt knapp 2,6 Millionen Franken in den Hochwasserschutz fliessen.

Am Sonntag haben die Stimmberechtigten wegen der abgesagten Gemeindeversammlung von Ende November an der Urne einerseits der Gegnerschaft eine Abfuhr erteilt und andererseits dem Gemeinderat ihr Vertrauen ausgesprochen, indem sie das Budget mit einem Ja-Anteil von 58 Prozent gutgeheissen haben. Die Stimmbeteiligung lag bei 31,9 Prozent.

Bahntrassee mit Unterführung.

Bahntrassee mit Unterführung.

Bild: Margrith Pfister-Kübler

Zustimmung gibt’s auch für die Rechnung 2019

Fürs kommende Jahr prognostiziert die Gemeinde am Rhein bei einem Umsatz von 6,07 Millionen Franken also einen Verlust von rund 262'000 Franken. Inklusive Gelder für den Hochwasserschutz rechnet Wagenhausen in der Investitionsrechnung mit Ausgaben von 2,33 Millionen Franken.

Ebenfalls hat das Stimmvolk an der Urne die Rechnung 2019 genehmigt, die bei Gesamtausgaben von 5,89 Millionen Franken mit einem Verlust von rund 84'000 Franken abschliesst. Das ist ein um rund 209'000 Franken besseres Resultat als ursprünglich budgetiert.