Open Air Frauenfeld vermietet in einem Pilotprojekt wiederverwertbare Zelte und kämpft damit gegen Abfallberge

Der Vorverkauf fürs Open Air Frauenfeld 2020 Anfang Juli läuft auf Hochtouren. Für die nächste Ausgabe des grössten Hip-Hop-Festivals Europas haben die Organisatoren eine neue Ticket-Kategorie verkauft.

Samuel Koch
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Solche Bilder nach dem Open Air Frauenfeld soll es in Zukunft, zumindest auf dem Camping-D, nicht mehr geben.

Solche Bilder nach dem Open Air Frauenfeld soll es in Zukunft, zumindest auf dem Camping-D, nicht mehr geben.

(Bild: Reto Martin,
14.Juli 2019)

Liegengebliebene Zelte und hohe Abfallberge: Dagegen kämpfen die Organisatoren des Open Airs Frauenfeld. Weil die Nachfrage nach sogenannten Camping-Upgrades – also Reservationen für Camping-Plätze – stetig steigt, haben die Veranstalter in einem Pilotprojekt erstmals 100 Camping-D-Upgrades abgesetzt.

In einem speziell vorgesehenen Bereich richten die Organisatoren eine reservierte Fläche von zwölf Quadratmetern ein. Auf Wunsch und zusätzliche Kosten zum gewöhnlichen Festivalpass in Höhe von 420 Franken bauen die Veranstalter dort vorgängig ein 4er-Zelt auf und brechen es nach dem Open Air wieder ab.

Der Camping-D-Platz liegt südöstlich des Festivalgeländes.

Der Camping-D-Platz liegt südöstlich des Festivalgeländes.

(Bild: Screenshot)

«Wir wollen, dass weniger Zelte stehen bleiben», sagt Open-Air-Sprecher Joachim Bodmer. Zudem entspreche das Pilotprojekt den Nachhaltigkeitsentwicklungen des Festivals.

«Die Gäste kaufen nicht extra ein Zelt für tiefe Kosten, um es danach leider teilweise stehen zu lassen.»
Joachim Bodmer, Mediensprecher Open Air Frauenfeld.

Joachim Bodmer, Mediensprecher Open Air Frauenfeld.

(Bild: Andrea Stalder)

Die Open-Air-eigenen Zelte werden nach dem Festival gereinigt und an anderen Veranstaltungen wieder eingesetzt. Die Gefahr, dass diese Zelte kaputtgemacht werden, bestehe wegen des personalisierten Angebots nicht, meint Bodmer.

Die vergangenen vier Jahre war das Open Air Frauenfeld in der Grossen Allmend ausverkauft, mit je 180'000 Besuchern während vier Tagen. Fürs bevorstehende sind nur noch rund ein Drittel der Tickets verfügbar, meint Bodmer. Mit Kendrick Lamar oder Sido sind erste Namen im Line-up bekannt, weitere folgen bis Ende Februar.