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Früh morgens übt sich: Zu Besuch beim Frühschoppen am Frauenfelder Oktoberfest

Zum neunten Mal feiern Hundertschaften bayrische Kultur in Frauenfeld. Schon am Sonntagmorgen sind die ersten Gäste anzutreffen.
Tizian Fürer
17 Bilder

Frühschoppen am Oktoberfest in Frauenfeld

Über der Stadt liegt ein Nebelmeer. Die Luft ist feucht und nass. Ein eher trister Start in einen Frauenfelder Herbstsonntag. Davon spüren die Frühschopper des Oktoberfests freilich nichts. Seit 10.30 Uhr reicht das Barpersonal im warmen Festzelt die ersten Biere über die Theke, bei manchen schwappt der Schaum bereits über den Glasrand. In der Luft liegt ein schwacher Geruch von Pfeifentabak. Zur eingängigen Musik des «Bodensee Quintett» tanzen erste Paare angeheitert. Für viele das perfekte Ende einer anstrengenden Woche.

Auf dem Festgelände stehen zwei grosse Zelte. Im Eingangszelt plaudern Gäste unbeschwert an einer Bar oder an mehreren Stehtischen gemütlich bei einem Glas Gerstensaft. An einem Schiessstand können die Besucher mit ruhiger Hand kleinere Preise gewinnen. Im Hauptzelt wird nach bewährter Münchner Oktoberfest-Manier an langen Festbänken geschwatzt, getrunken und gesungen. Bald nach der Eröffnung sitzen bereits 70 Leute an den Tischen und singen die Lieder der Band lauthals mit.

Bier, Brezn, Schweinshaxn und Hendl zum Frühstück

Im Verlaufe des späten Morgens füllen sich die Reihen, die Musik wird noch lauter und auch die gesamte Stimmung scheint immer ausgelassener und freudiger zu werden. Nicht wenige Besucher nutzen diesen bayrischen Kultur-Export jedes Jahr, erscheinen in Dirndl oder in den urchigen Lederhosen, und geniessen Bier, Brezn, Schweinshaxn und Hendl. «Wir waren schon gestern hier», berichtet ein älterer, bärtiger Mann. «Jetzt startet die zweite Runde».

Stimmen der Besucherinnen und Besucher

Severin Schäfli 25, aus Eschenz

Severin Schäfli 25, aus Eschenz

«Ich will hier eigentlich nur Haxen schlemmen und Bier saufen.»

«Die Stimmung hier ist immer besonders friedlich, denn man kennt die meisten.»

Chantal Schmid 27, aus Aawangen

Chantal Schmid 27, aus Aawangen

«Die Musik ist nicht meins. Aber das Bier schmeckt und die Stimmung ist super.»

Gabriel Dos Santos 30, aus Frauenfeld

Gabriel Dos Santos 30, aus Frauenfeld

Für andere war der Sonntagmorgen aber einfach die einzige Möglichkeit, diesen bewährten Anlass zu besuchen. Ein anderer berichtet, dass er gestern schon hier war, allerdings als Fahrer. «Nachdem ich gestern meinen Freunden beim Feiern zusehen musste, wollte ich natürlich heute hier auch noch ein Bier trinken», sagt der junge Mann. Das Alter der Besucher ist sehr unterschiedlich. Da der Sonntag eher ein Familientag ist, sind auch jüngere wie auch ältere Besucher anzutreffen.

Bereit fürs nächste Festwochenende

Bereits zum neunten Mal findet das Oktoberfest in der Grossen Allmend in Frauenfeld statt. Nebst vielen intensiven Vorbereitungsarbeiten haben der Veranstalter Urs Schnyder und sein Team an den ersten beiden Oktoberwochenenden alle Hände voll zu tun. «Es wird von Jahr zu Jahr besser», schwärmt Schnyder.

«Wir haben an diesem ersten Wochenende bereits 2500 Besucherinnen und Besucher.»

Auch für das nächste Wochenende sind bereits alle Tische reserviert. Besondere Freude bereitet dem Gastgeber das abwechslungsreiche Programm. So konnte er nicht nur verschiedene Musikformationen, sondern auch einen Komiker verpflichten. Dieser sorgt auf der grossen Bühne zwischen den musikalischen Einlagen für humorvolle Unterhaltung.

Beim Fassanstich am Frauenfelder Oktoberfest gesternAbend gab es nichts zu zählen.Kaum führt Stadtpräsident Anders Stokholm den ersten Schlag, sprudelt es aus dem Zapfhahn. Kurt Moor von «Schützengarten» (li.) füllt den ersten Humpen, sekundiert von Wiesnwirt Urs Schnyder (r.). Und schon tanzt die Festgemeinde wieder auf dem Bänken. (Bild: Andrea Stalder)

Beim Fassanstich am Frauenfelder Oktoberfest gesternAbend gab es nichts zu zählen.Kaum führt Stadtpräsident Anders Stokholm den ersten Schlag, sprudelt es aus dem Zapfhahn. Kurt Moor von «Schützengarten» (li.) füllt den ersten Humpen, sekundiert von Wiesnwirt Urs Schnyder (r.). Und schon tanzt die Festgemeinde wieder auf dem Bänken. (Bild: Andrea Stalder)

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