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Ohne Kartoffeln keine Pommes frites: Frauenfelder Schüler schnuppern Landluft

Sek-Schüler aus Frauenfeld erfahren auf dem Hof von Esther und Lukas Maurer in Niederwil, wie viel Arbeit in Lebensmitteln steckt.
Salome Preiswerk Guhl
Die Schüler stellen selbst Pommes frites her. Als erstes schälen sie die Kartoffeln.(Bild: Salome Preiswerk Guhl)

Die Schüler stellen selbst Pommes frites her. Als erstes schälen sie die Kartoffeln.(Bild: Salome Preiswerk Guhl)

Am Inseltag der Oberstufe Auen Frauenfeld zum Thema «Vom Ursprung des Nahrungsmittels bis zum Konsumenten» erfuhren rund 140 Schülerinnen und Schüler auf dem Betrieb von Lukas und Esther Maurer-Ammann in Niederwil, woher die Milch kommt, wie eine Zuckerrübe aussieht, und was auf einem Bauernbetrieb so läuft. «Die Idee dieses Tages ist, dass die Jugendlichen aus der digitalen Welt herausgeholt und geerdet werden. Das heisst, dass sie am praktischen Beispiel erfahren, woher unsere Lebensmittel kommen», sagt Lehrer Werner Gunterswiler.

Viele Rüben, viel Arbeit

Aufgeteilt in stufendurchmischten Gruppen ging es an die Postenarbeit, wo Punkte und Wissen gesammelt werden konnten. Beim Posten «Zuckerrüben» gab es bereits das erste Aha-Erlebnis: «Würde man sich das ganze Jahr über ausschliesslich mit Süssgetränken ernähren, ergäbe das einen unnötigen Zuckerverbrauch von etwa 91 Kilogramm», rechnete Lukas Maurer vor, ausgehend von einer Tagesration von zweieinhalb Litern oder 912 Litern pro Jahr. Maurer:

«Für so viel Zucker braucht es etwa 536 Kilogramm Zuckerrüben.»

Die Schülerinnen und Schüler konnten danach Zuckerrüben wie anno dazumal roden: mit Schippe, Haken und Gabel. Während zehn Minuten war richtige Teamarbeit gefragt. Zum Abschluss meinte Enya: «Das Rübenroden hat Spass gemacht, aber ein ganzes Feld von Hand zu roden, das wäre hart gewesen.»

Chips mit sieben Mal mehr Kalorien als Gschwellti

«Die Kartoffel ist je nach Zubereitungsart ein idealer Kohlenhydratlieferant», sagte Esther Maurer. Sie stellte beim Posten «Kartoffel» den Nährwert von 100 Gramm Gschwellti den von 100 Gramm Chips gegenüber – Letztere haben über das Siebenfache mehr Kalorien als Gschwellti. Die Jugendlichen waren sich dessen bisher kaum bewusst und staunten.

Sie schälten Kartoffeln und schnitten Pommes-frites-Stäbchen, die sie anschliessend vorgebackten, frittierten, würzten und mit Genuss degustierten. Jeremia erzählte: «Jetzt weiss ich, wie man Pommes frites macht.» Beim Posten «Kuh» schliesslich erfuhren die Schüler vieles über Milchkühe. Auch der Melkroboter konnte bestaunt werden. Gar manch ein Jugendlicher kam am Inseltag das erste Mal mit einer Kuh in Berührung.

«Unser Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern den Ursprung der drei Nahrungsmittel Milch, Kartoffeln und Zucker ganzheitlich aufzuzeigen», sagt Lukas Maurer, Landwirt mit Leib und Seele sowie Präsident Berufsbildungskommission des Verbands Thurgauer Landwirtschaft. Die Jugendlichen erhielten nicht nur Einblick in die Nahrungsmittelproduktion, sie erfuhren auch einiges über das vielfältige Berufsbild des Landwirts.

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