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Offene Ohren fürs Thundorfer Volk am Politmarkt

Am Politmarkt stellte der Thundorfer Gemeinderat seine Arbeit vor und warb vor den Ersatzwahlen 2019 für die vakanten Ämter. Für die Nachfolge von Gemeindepräsident Hersche steht bereits jemand in den Startlöchern.
Samuel Koch
Gemeinderätin Jovita Cavegn (3. v. l.) informiert Besucher über ihre Arbeit im Ressort Gesundheit, Gesellschaft, Entsorgung. (Bilder: Samuel Koch)

Gemeinderätin Jovita Cavegn (3. v. l.) informiert Besucher über ihre Arbeit im Ressort Gesundheit, Gesellschaft, Entsorgung. (Bilder: Samuel Koch)

Wann hat der gemeine Bürger schon die Chance, in lockerer Atmosphäre und einem Getränk in der Hand sein Anliegen direkt bei den Gemeinderäten zu platzieren? – Was sonst nur mit viel Mut und Eloquenz vor Dutzenden Mitbürgern an den Gemeindeversammlungen oder bei einem gemeinsamen Termin im Gemeindehaus gelingt, ermöglichte am Dienstagabend der Politmarkt im Gemeindesaal.

Es herrscht ein Kommen und Gehen, bilaterale Gespräche allerorts. Es wird diskutiert, debattiert, gelacht. Wie an einer Tischmesse präsentiert jeder Gemeinderat die Arbeit seines Ressorts nach seinem Gusto. Man kennt und schätzt sich, trotzdem gibt es hier und da kritische Fragen. Ein Bürger übergibt Gemeindepräsidenten Alois Hersche einen Brief der Post. «Heisst das, dass wir jetzt für Päckli nach Frauenfeld fahren müssen?» Hersche geht auf das Anliegen ein, nimmt sich Zeit, liest den Brief und sagt: «Es wundert mich, dass wir vom Gemeinderat nichts gehört haben.» Jemand anderes wundert sich über die Erdbewegungen am Dorfeingang von Frauenfeld her. «Das ist eine einfache Aufschüttung, nichts Dramatisches», sagt Vizegemeindepräsident Daniel Kirchmeier.

Ortsplanungsrevision steht bald im Fokus

Alois Hersche, Gemeindepräsident.

Alois Hersche, Gemeindepräsident.

Während Gemeinderätin Jovita Cavegn an ihrem Stand die Jugendarbeit vorstellt, schnappt sich ein Bürger Gemeinderat Markus Rüegg und informiert sich beim Bauvorsteher über die anstehenden Projekte. «Das Thema heisst auch bei uns innere Verdichtung», sagt er. Zudem stehe demnächst die Ortsplanungsrevision im Fokus. Angesprochen wird auch das kontroverse Thema Handyantenne beim Entsorgungsplatz. «Damit hat man viel Geschirr zerschlagen», resümiert der Besucher. Während sich einige am Stammtisch mit Antipasti verköstigen, gibt es ein anderes heisses Gesprächsthema: die Ersatzwahlen 2019. Bekannt sind die Demissionen von Gemeindepräsidenten Alois Hersche und der Gemeinderäte Jovita Cavegn (Gesundheit, Gesellschaft, Entsorgung) sowie Mathias Rickenbach (Umwelt und öffentliche Gewässer). Als Idealvorstellung für seine Nachfolge betitelt der abtretende Gemeindepräsident:

«Es braucht jemanden, der personelle Ressourcen mitbringt, mit Herzblut bei der Sache ist und unserem Dorf mit eigenständigen Leuten ein Gesicht gibt.»

Bei der Suche nach Kandidaten halte er sich zurück. «Ich hoffe, dass die Leute im Februar wirklich eine Wahl haben», sagt Andrea Schwyn von der Findungskommission. Bereits im Rennen für das Gemeindepräsidium befindet sich Markus Rüegg als erster offizieller Kandidat. Der 37-jährige Vater von vier Kindern arbeitet als Bauführer in Frauenfeld und würde sich politisch zwischen EVP und FDP angliedern. «Mich reizt es, als Gemeindepräsident einen Gesamtüberblick über alle Geschäfte zu haben», sagt er. Man müsse nun aber auch strategisch vorgehen, dass nach seiner Kandidatur im Rat nicht ein zu grosses Vakuum entstehe. Dafür sorgt auch die Findungskommission um Präsidenten Roger Wider. «Wir haben noch zwei Kandidaten in der Pipeline», meint er, ohne Namen zu nennen. Die Problematik sieht er vor allem in zwei Punkten: «Einerseits steht man in der Öffentlichkeit, andererseits kann man es nie allen Recht machen.» Trotzdem ermuntert er Kandidaten, sich bei der Findungskommission zu melden.

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