Verklebte Kochbücher und Billigromane: «Offene Bücherschränke» in Frauenfeld als Entsorgungsstellen missbraucht

In den drei Kleinstbibliotheken in Frauenfeld findet man immer wieder zerfledderte Romane, veraltete Computer-Lehrbücher und Gebrauchsanweisungen für Haushaltgeräte. Diese Lesestoffe haben dort nichts verloren. Vielmehr sollten Benutzer dort Bücher deponierten, die sie auch einem Freund zu Weihnachten schenken würden.

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Bei der Eröffnung des ersten «Offenen Bücherschranks» in der ehemaligen Telefonzelle in der Bushaltestelle vor dem Einkaufszentrum Schlosspark: Johannes Eiholzer sowie Christof Stillhard vom städtischen Amt für Kultur, Grafiker Herbert Schreiner und Buchhändlerin Marianne Sax. (Bild: PD (6. März 2017)

Bei der Eröffnung des ersten «Offenen Bücherschranks» in der ehemaligen Telefonzelle in der Bushaltestelle vor dem Einkaufszentrum Schlosspark: Johannes Eiholzer sowie Christof Stillhard vom städtischen Amt für Kultur, Grafiker Herbert Schreiner und Buchhändlerin Marianne Sax. (Bild: PD (6. März 2017)

(red) Die Stadt Frauenfeld betreibt seit 2017 drei «Offene Bücherschränke», die an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr geöffnet sind. Sinn und Zweck dieser Kleinstbibliotheken ist es, interessante Bücher zu teilen und anderen Literaturfreunden zugänglich zu machen. Die Regel lautet dabei: Literaturfreunde dürfen pro Besuch maximal drei Bücher holen oder bringen. Für Ordnung in den Bücherschränken sorgen drei ehrenamtliche Paten sowie die Benutzer.

Bücher sackweise deponiert

Leider gibt es immer wieder Personen, die sackweise Bücher in den «Offenen Bücherschränken» deponieren, die besser direkt im Abfall entsorgt worden wären. Dazu gehören zum Beispiel zerfledderte Romane, verklebte Kochbücher, Billigromane, Pamphlete, Broschüren, veraltete Computer-Lehrbücher, Gebrauchsanweisungen für Haushaltsgeräte, Konsalik-Sammlungen oder Schulbücher.

Offene Bücherschränke in Frauenfeld

In den «Offenen Bücherschränken» sind folgende Werke beliebt: moderne, neuwertige und saubere Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Fotobände oder Biografien. Aber auch aktuelle Sachbücher, die eine grosse Anzahl Besucherinnen und Besucher ansprechen. Kurz gesagt: Alle Bücher, die man auch einem Freund zu Weihnachten schenken würde.

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