Die besten kommen ins Nationalteam: Der erste Sport-Hindernislauf in Frauenfeld war ein Erfolg

500 Sportler nahmen am ersten Frauenfelder Obstacle Course Racing teil. Die Veranstalter wollen aber mehr. 

Florian Beer
Drucken
Teilen
(Bild: Andrea Stalder)
32 Bilder
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)
(Bild: Andrea Stalder)

(Bild: Andrea Stalder)

Laute elektronische Musik, tiefe Bässe und motivierende Rufe aus den Lautsprecherboxen hallen durch den Süden der Kantonshauptstadt. Auf dem hinteren Badiparkplatz in Frauenfeld scharren die Sportlerinnen und Sportler nervös mit ihren Laufschuhen im vom Regen aufgeweichten Boden. Ein DJ stimmt sie musikalisch ein und durch die Lautsprecher erklingt der Countdown bis zum nächsten Start.

Rund 500 Athleten haben sich versammelt, um am Obstacle Course Racing (OCR) teilzunehmen. Auf einer vier, beziehungsweise zwölf Kilometer langen Strecke durch den Wald entlang der Murg mussten die Teilnehmer 15 beziehungsweise 25 Hindernisse in möglichst kurzer Zeit überwinden. Gestartet wurde am Samstag in Einzelwettkämpfen, am Sonntag fand der Teamwettbewerb mit mindestens drei Teilnehmern pro Mannschaft statt.

Nach den Rennen wurde das beste Schweizer Team gekürt. Die besten Teilnehmer gehören künftig dem Nationalteam an, das auch international Wettkämpfe bestreiten möchte. Männer und Frauen starteten gemeinsam, aber in getrennten Wertungen. Es gibt die Kategorie Elite für ambitioniertere Sportler sowie eine Kategorie Open für Freizeitsportler.

Organisatoren wollen Sportart bekannter machen

Organisator Rolf Rotach ist mit der zweiten Durchführung des OCR durchaus zufrieden. «Klar möchte man als Veranstalter immer mehr Teilnehmer für den Event gewinnen, aber für uns war das primäre Ziel, die Sportart bekanntzumachen und ein erstes Mal hier durchzuführen», sagt Rotach. Im August hatte das OCR bereits in Genf seine Schweizer Premiere gefeiert.

Verschiedene physische Herausforderungen

Das Obstacle Course Racing (OCR) hat in den vergangenen zwei Jahren weltweit einen Aufschwung erlebt und Ende August in Genf seine Schweizer Premiere gefeiert. Bei diesem Wettbewerb ist der Teilnehmer zu Fuss unterwegs und muss verschiedene physische Herausforderungen in Form von Hindernissen bewältigen. Diese bestehen zum Beispiel darin, über Wände zu klettern, schwere Gegenstände zu tragen oder überhängende Kletteraufgaben zu bewältigen.

Der Sport komme ursprünglich aus der militärischen Ausbildung, genauer gesagt aus dem Training für die Navy Seals in den USA. «OCR ist ein Sport für alle – nicht nur für Hochleistungssportler, sondern auch für Menschen, die Spass an der Bewegung haben», erklärt Rotach und gibt ein Beispiel:

«Im Sommer hatten wir in Genf eine 80-jährige Teilnehmerin.»

Der Sport fordere die Teilnehmer in Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und Kreativität, während sie ein Hindernis möglichst schnell zu überwinden versuchen. Zudem sei es ein Natursport, für den es kein aufwendiges Equipment brauche. «Für den Triathlon braucht man ein Rennvelo, für OCR lediglich Laufschuhe.»

Bekannt dank Instagram

In den letzten Jahren habe sich diese Art von Hindernislauf zu einer Trendsportart entwickelt. Viele Teilnehmer würden Bilder von sich beim Überwinden eines Hindernisses auf Instagram posten. Rolf Rotach und sein Team haben mit der Sportart grosse Ziele:

«Es fanden bereits erste Gespräche mit dem Internationalen Olympischen Komitee statt, denn man ist immer auf der Suche nach neuen, attraktiven Sportarten.»

Um bei Swiss Olympic Mitglied zu werden, müsse der vor eineinhalb Jahren gegründete Schweizer Dachverband mindestens fünf Jahre aktiv bleiben. «2019 ist ein Probejahr für uns», sagt Rotach. Auch für das nächste Jahr hat der Veranstalter ambitionierte Ziele: «Wir würden gerne wieder in Frauenfeld ein Obstacle Course Racing durchführen – gerne mit dreimal so vielen Teilnehmern. Also mit 1500.»