Oberwangen

«Eine Fahrt auf unserem Hügel lohnt sich immer»: Die Hinterthurgauer Skisaison ist eröffnet

Endlich, ist man versucht zu sagen. Dank dem Einsatz der Verantwortlichen – und dank Kunstschnee – konnte am Wochenende die Saison am längsten Skilift im Thurgau eröffnet werden.

Christoph Heer
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Der Skilift Oberwangen ist in Betrieb. Oben wird noch die Nebenpiste beschneit, während sich auf der Hauptpiste knapp 200 Skisportler tummeln.

Der Skilift Oberwangen ist in Betrieb. Oben wird noch die Nebenpiste beschneit, während sich auf der Hauptpiste knapp 200 Skisportler tummeln.

Bild: Christoph Heer

Erste Carvingschwünge, weite Sprünge, glimpflich verlaufende Stürze, ein wenig Kunstschnee – und natürlich Gesichtsmasken, so weit das Auge reicht. So könnte das erste Fazit des diesjährigen Skiliftsaisonstarts im Hinterthurgau lauten.

Das Privileg der ersten Lift- und Pistenbenutzung, nachdem es in der letzten Saison keinen einzigen Skitag gegeben hatte, ergatterte sich Claudia Wirth. Traditionellerweise startet der Skilift Oberwangen mit einem Nachtskifahren in die Saison. Und am Freitag war es endlich so weit: Die Oberwangenerin Wirth genoss es sichtlich, nach langer Zeit wieder einmal nach einem Skiliftbügel an der Talstation – auf 627 Meter über Meer – zu greifen. «Eine Fahrt auf unserem Hügel lohnt sich immer», schwärmt sie. «Ein Kompliment an die Pistenmacher, zwar war sie ganz zu Beginn noch etwas gar hart, doch mit jeder Fahrt wurde es griffiger und besser», lobt sie weiter.

Endlich wieder Spass am Skilift – und das bei Minus acht Grad am Freitagabend beim saisoneröffnenden Nachtskifahren. Bei solch tiefen Temperaturen ist auch die Maskenpflicht erträglich.

Endlich wieder Spass am Skilift – und das bei Minus acht Grad am Freitagabend beim saisoneröffnenden Nachtskifahren. Bei solch tiefen Temperaturen ist auch die Maskenpflicht erträglich.

Bild: Christoph Heer

Gleiches beobachtet der elfjährige Diego Graf aus Oberwangen. «Es macht riesigen Spass, wieder auf den Ski zu stehen. Eisig war es schon am Anfang, doch nach einer Stunde wurde die Piste super befahrbar. Ich fahre Ski, weil es mit ihnen einfacher ist als auf dem Snowboard.»

Gute Auslastung dank Besuchern aus dem ganzen Kanton

Schon zum Startschuss nach dem Eindunkeln war fast jeder Bügel besetzt, und die Schneesportler verteilten sich auf den 750 Metern Pistenlänge. Wobei aktuell erst die Hauptpiste geöffnet ist.

Harald Wagner Genossenschaft Skilift Oberwangen

Harald Wagner
Genossenschaft Skilift Oberwangen

Bild: ZVG

Harald Wagner, Präsident Genossenschaft Skilift Oberwangen, erklärt, dass die Beschneiung mit Kunstschnee erst ab etwa Minus zwei Grad möglich ist. «Am 1. Januar haben wir damit begonnen, nur für die Nebenpiste hat es noch nicht ganz gereicht. Wir sind aber trotzdem äusserst zufrieden, dass wir eröffnen konnten, insbesondere nach der Nullrunde von vergangener Saison.»

Wagner begrüsste am Freitagabend Skisportler aus dem ganzen Kanton Thurgau und dem angrenzenden Kanton St.Gallen. «Jetzt ist natürlich unsere Hauptzeit, es ist schön zu sehen, dass immer wieder auch Besucher von weit her zu uns kommen.» Einer von «weiter her» war Paul Geiger aus Thundorf. Ihm ist es wichtig, dass der Skilift Oberwangen unterstützt wird. «Loyalität gegenüber solchen heimischen Freizeitangeboten zu zeigen ist wichtig. Und zudem ist die Piste schon unglaublich gut präpariert», sagt er lobend. Für diese saisoneröffnenden drei Nachtskifahrstunden strömten schon knapp an die 200 Schneefans nach Oberwangen; Tendenz – wenn das Wetter mitspielt – steigend.