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Nur drei Kantischüler bestanden in Frauenfeld die Matura nicht

An der Kantonsschule Frauenfeld haben 113 Schüler ihre Maturazeugnisse in Empfang genommen. 23 Kandidaten haben eine Auszeichnung erhalten. Das beste Zeugnis weist einen Notendurchschnitt von 5,81 auf.
Viola Stäheli
Stefan Casanova, Rektor ad interim, übergibt Lara Borner und Micheal Siebenmann den Jimmy-Bauer-Preis. (Bilder: Donato Caspari)

Stefan Casanova, Rektor ad interim, übergibt Lara Borner und Micheal Siebenmann den Jimmy-Bauer-Preis. (Bilder: Donato Caspari)

Die Kleider der jungen Frauen glitzern, die Hemden der Männer sitzen und ein breites Lächeln liegt in den Gesichtern: Es ist so weit. Vier Jahre haben sie auf Hunderte Prüfungen gelernt, Vorträge vorbereitet und Gruppenarbeiten erledigt.

Und als krönender Abschluss haben 113 von 116 Kandidaten mit dem erfolgreichen Bestehen der Maturaprüfung auch die letzte Hürde genommen. Am späten Freitagnachmittag stehen die Maturanden alle hier und werden mit ihrem Maturazeugnis nach Hause gehen. Aber natürlich nicht auf direktem Weg: Dieser Erfolg will auch noch gefeiert werden.

Breitestes Wissen im gesamten Leben

«Sie alle haben die Matura bestanden und überstanden.» Mit diesen Worten leitet Martha Monstein, Amtsleiterin Kulturamt des Kantons Thurgau, ihre Rede vor den Maturanden ein. «So breit wie ihr Wissen im Moment ist, wird es nie mehr sein werden – ab jetzt geht es mit ihrem Allgemeinwissen bergab.»

Die Burschen freuen sich mit den Maturanden.

Die Burschen freuen sich mit den Maturanden.

Das Publikum kann sich bei diesem Satz ein Lachen nicht verkneifen. Doch ganz so düster sieht die Zukunftsperspektive doch nicht aus: Ab jetzt komme die Zeit der Spezialisierung, der Vertiefung des Wissens in bestimmten Bereichen.

«Bleiben Sie neugierig und offen. Ihnen liegt die Welt zu Füssen, unzählige Türen stehen offen. Ich wünsche Ihnen bei der Wahl der richtigen Türe viel Mut und Glück!»

«Es ist der Beweis hoher Bildung, die grössten Dinge auf einfachste Art zu sagen.» Dieses Zitat diente Monstein als Leitfaden ihrer Rede und sie schliesst auch mit diesem ab – es bringe nichts Kompliziertes, noch komplizierter auszudrücken. Und das zeigt sich an diesem Abend: Das grosse Ding – das Maturazeugnis – wird ganz einfach mit einem Händeschütteln und einer kurzen Gratulation jedem ausgehändigt.

Jimmy-Bauer-Preis und weitere Auszeichnungen

Bei einigen Maturanden ist ihr Bühnenauftritt aber noch nicht beendet. 23 Schüler werden zum zweiten Mal ins Rampenlicht gebeten: Sie haben einen Notendurchschnitt von 5,3 oder mehr erreicht und erhalten die Mappe zur Anmeldung für die Schweizerische Studienstiftung. Die Schweizerische Studienstiftung hat sich zum Ziel gesetzt, dass sie Studierende mit ausgezeichneten Leistung nach Abschluss ihres Studiums unterstützten und untereinander vernetzen.

Dann folgt ein weiterer und letzter Höhepunkt des Abends: die Verleihung des Jimmy-Bauer-Preises. Die beiden besten Absolventen erhalten eine Urkunde und 600 Franken. Das beste Zeugnis hat Michael Siebenmann: Sein Notendurchschnitt beträgt 5,81. Die Besitzerin des zweitbesten Zeugnisses ist Lara Borner mit einem Durchschnitt von 5,77.

Noch sechs mit Latein

Nach dem ersten Jahr an der Kantonsschule Frauenfeld wählen die Schüler ein Schwerpunktfach, welches sie bis zur Matura begleitet. In diesem Jahr ist Spanisch mit 33 Absolventen das meistbelegte Fach, wovon 27 Frauen und sechs Männer sind.

Auf dem zweiten Platz steht Wirtschaft und Recht mit zehn Frauen und 16 Männern. Mit 24 Absolventen liegt knapp dahinter Biologie und Chemie, der Frauenanteil beläuft sich auf 15, bei den Männern sind es neun.

An fünfter Stelle liegt Physik und Mathematik mit 15 Absolventen. Die letzten beiden Plätze belegen die Fächer Italienisch mit neun und Latein mit sechs Absolventen. (vst)

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