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Nur das Gewitter sorgte an der Sirnacher Gemeindeversammlung für Unruhe

An der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend gab es keine Überraschungen. Die Stimmbürger erhielten unter anderem Informationen über den aktuellen Stand der "Spange Hofen".
Roman Scherrer
Der Sirnacher Gemeindepräsident konnte den Stimmbürgern an der Gemeindeversammlung erfreuliche Zahlen präsentieren. (Bild: Roman Scherrer)

Der Sirnacher Gemeindepräsident konnte den Stimmbürgern an der Gemeindeversammlung erfreuliche Zahlen präsentieren. (Bild: Roman Scherrer)

"Heute Abend steht fast nur Vergangenheits-Bewältigung auf dem Programm", sagte der Sirnacher Gemeindepräsident Kurt Baumann, als er am Mittwochabend die Gemeindeversammlung eröffnete. Er verwies damit auf die Traktandenliste, auf der hauptsächlich drei Einbürgerungsgesuche und die Jahresrechnung 2017 aufgeführt waren.

Der Gemeinderat habe den Jahresabschluss 2017 für die Umstellung auf das neue harmonisierte Rechnungslegungsmodell (HRM2) genutzt, sagte Baumann. Sirnach hat nämlich Neubewertungen im Finanzvermögen vorgenommen und kann dadurch einen buchhalterischen Gewinn von über drei Millionen Franken verzeichnen. Mit dieser Aufwertung kann die Gemeinde über die nächsten zehn Jahre die Abschreibungen reduzieren. "Das entlastet uns jährlich um umgerechnet zwei Steuerprozente", sagte Baumann.

Insgesamt kann Sirnach 2017 gar einen Gewinn von knapp 4,2 Millionen vorweisen. "Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir bei den Steuereinnahmen 1,4 Millionen unter dem Budget geblieben sind", so Baumann. Als der Gemeindepräsident die Rechnung vorstellte, wurde es zwischenzeitlich laut. Aber nicht von Seiten der Stimmbürger. Draussen tobte ein Gewitter und der Regen peitschte lautstark an die grossen Fenster des Dreitannensaals.

Kurskosten zurückerstattet

Gemeinderat und Schulvorsteher Urs Schrepfer erläuterte die Zahlen aus dem Bereich Bildung. "Wegen des Bundesgerichtsentscheids haben wir die Beiträge der Eltern für die Kurse ‹Deutsch als Zweitsprache› zurückbezahlt", sagte er. Die Beiträge, die man verlangt habe, seien ganz und gar nicht kostendeckend gewesen – über zwei Jahre waren es insgesamt 18300 Franken. "Vielmehr wollten wir die Eltern damit motivieren, ihren Kindern die deutsche Sprache beizubringen", so Schrepfer weiter. Die 95 anwesenden Stimmberechtigten stimmten der Rechnung einstimmig zu. Ebenso genehmigten sie die Gewinnverwendung: Gut 600000 Franken werden dem Eigenkapital gutgeschrieben, rund drei Millionen sind für zusätzliche Abschreibungen vorgesehen und eine halbe Million wird für kommende Arbeiten im Schulraum zurückgestellt. Auch die drei Einbürgerungsgesuche befürworteten die Sirnacher grossmehrheitlich. Gemeinderat Pascal Stocker gab anschliessend Einsicht in den Geschäftsbericht des EW Sirnach, welches 2017 einen Gewinn von rund 420000 Franken ausweisen kann.

Kurt Baumann informierte zudem über laufende Projekte. Die ‹Spange Hofen› kommt am 18. Juni in die öffentliche Auflage. Ausserdem sollen die Sirnacher am 23. September 2018 an der Urne über die neue Ortsplanung befinden können. Dankend verabschiedete Baumann zum Schluss die abtretende Gemeindeschreiberin Jeannine Kübler.

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