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Sirnach kommt vorerst ohne Steuererhöhung aus

Der Sirnacher Gemeinderat will die Umgebung des Bahnhofes aufwerten. Über das Vorhaben befindet die Gemeindeversammlung am 13. Dezember genauso wie über ein 30-Millionen-Budget mit einem Defizit.
Olaf Kühne
Visualisierung des künftigen Wartebereichs für Sirnacher Buspassagiere. Das Projekt sieht unter anderem auch neue WC-Anlagen vor. (Bild: PD)

Visualisierung des künftigen Wartebereichs für Sirnacher Buspassagiere. Das Projekt sieht unter anderem auch neue WC-Anlagen vor. (Bild: PD)

Sorgenfalten dürfte das Budget 2019 der Gemeinde Sirnach wohl auch dem besorgtesten Bürger kaum bereiten. Den Anstieg des Aufwandes um knapp 200'000 Franken auf neu 30,8 Millionen Franken kann man besten Gewissens als äusserst moderat bezeichnen.

Er relativiert sich sogar noch mehr angesichts der 536'000 Franken, welche Sirnach aufgrund der gestiegenen Steuerkraft kommendes Jahr weniger aus dem kantonalen Schulfinanzausgleich erhält.

Erhöhung des Steuerfusses zeichnet sich ab

An der gestrigen Budgetpressekonferenz verwiesen Gemeindepräsident Kurt Baumann und Schulkommissionspräsident Urs Schrepfer denn auch viel stärker auf die Jahre nach 2019. Stehen doch in Sirnach millionenschwere Investitionen auf der Traktandenliste, welche teilweise bereits beschlossen sind oder gar schon ausgeführt werden. So startete diesen Herbst der Bau der Umfahrungsstrasse Spange Hofen, nach deren Fertigstellung die Ortsdurchfahrt Richtung Eschlikon komplett umgestaltet wird. Und voraussichtlich Ende kommenden Jahres oder im Februar 2020 werden die Sirnacher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den Bau der neuen Dreifachturnhalle am Birkenweg befinden.

«Ein Bahnhofplatz ist immer auch eine Visitenkarte für eine Gemeinde. In Sirnach haben wir diesbezüglich Nachholbedarf.»

Eine Erhöhung des Steuerfusses werde folglich in absehbarer Zeit zum Thema werden, mahnte Gemeindepräsident Baumann. Für das nächste Jahr indes noch nicht. An der Gemeindeversammlung werden die Stimmbürger über einen unveränderten Steuerfuss von 150 Prozent für ihre Einheitsgemeinde befinden können – und über ein 30,8-Millionen-Budget mit einem Defizit von 833'000 Franken. «Es kann aber auch viel besser kommen», sagte Baumann. «Für 2018 hatten wir auch einen Verlust von 637'000 Franken budgetiert. Dank der guten Wirtschaftslage können wir aber jetzt schon sagen, dass wir das laufende Jahr mit einem Überschuss abschliessen werden.»

Überhaupt sei es eine Herausforderung, beim Budgetieren die Balance zwischen Pessimismus und Optimismus zu finden, waren sich Baumann und Schrepfer einig.

Bushaltestellen werden behindertengerecht

Nebst dem Budget und einigen Einbürgerungen ist das einzige Traktandum an der Gemeindeversammlung ein weiteres Bauvorhaben: Der Gemeinderat will die Umgebung des Bahnhofes aufwerten und legt ein Projekt für netto 755'200 Franken vor. Dafür sollen unter anderem ein überdachter Wartebereich mit WC-Anlagen für Buspassagiere erstellt und die Veloständer umgestaltet werden. Vor allem aber werden die Bushaltestellen behindertengerecht, was sie wegen der Behindertengleichstellungsgesetztes bis 2023 sowieso sein müssen. «Ein Bahnhofplatz ist immer auch eine Visitenkarte für eine Gemeinde», bewirbt Kurt Baumann die Vorlage.

Hinweis
Die Sirnacher Gemeindeversammlung findet am Donnerstag, 13. Dezember, ab 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Dreitannen statt.

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