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Kolumne

Nie wieder 33 Jahre

Murgspritzer
Mathias Frei
Mathias Frei, Redaktion Thurgauer Zeitung, Frauenfeld

Mathias Frei, Redaktion Thurgauer Zeitung, Frauenfeld

Die vierte Frau in vier Jahren. Die vierte höchste Frauenfelderin hintereinander. Eine Machtdemonstration. Und für die Herren Gemeinderäte wird es nicht einfacher. Aufdrängen will sicher keiner mehr, vordrängen sowieso nicht. Die Frauen haben einfach einen Lauf. Aber es war schon mal viel schlimmer. Mit den Männern.

Und ich spreche nun nicht von den 33 – ausgeschrieben: dreiunddreissig – Jahren hintereinander mit höchsten Frauenfeldern, nämlich zwischen 1946/47 und 1978/79. Denn die Frauenfelder Frauen konnten erst bei den Gemeinderatswahlen 1975 erstmals ins Stadtparlament gewählt werden. Drei schafften damals dieses Kunststück. Und eine der drei Ur-Gemeinderätinnen schaffte es vierJahre später zur ersten höchsten Frauenfelderin. Das war Margrit Hui-Früh.

Ich spreche von zehn Jahren. Zehn Jahre lang dasselbe Geschlecht, das ist doch langweilig. Das wussten schon die 68-er. Dieser Spruch mit dem Beischlaf und dem Establishment. Jedenfalls:Trotz der ersten Frau gab es noch zehn Jahre hintereinander Männerherrschaft. In den Präsidiumsjahren 1988/89 bis 1997/98 war diese letzteTestosteron-Ära. Danach hat die politische Neuzeit eingesetzt. Soll jetzt also keiner kommen und sagen: Uiuiui, vierJahren lang Frauen. VierJahre sind keine zehn Jahre – und schon gar nicht 33. Nie wieder 33 Jahre, gopferteli nomol. Ein paar Frauen mag es da schon noch leiden.

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