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Mitten in der Stadt: In Frauenfeld eröffnet eine neue Kindertagesstätte

Am Postplatz in Frauenfeld eröffnet eine neue Kindertagesstätte. Bubble Bees setzt auf spielerisches Lernen und frische Luft. «Überambitionierte Eltern sind bei uns falsch», sagt Projektleiter Mike Helmy.
Rahel Haag
Mittendrin: Mike Helmy, Gründer der Kindertagesstätte Bubble Bees, auf dem Indoorspielplatz in Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder)

Mittendrin: Mike Helmy, Gründer der Kindertagesstätte Bubble Bees, auf dem Indoorspielplatz in Frauenfeld. (Bild: Andrea Stalder)

Draussen vor der Tür stehen sie hübsch aufgereiht. Neun Paar Kinderschuhe. Drinnen wird derweil geklettert. Der Indoorspielplatz aus Baumelementen stammt von einem dänischen Designer. In den grossen, hellen Räumen über der Pizzeria Molino an der Rheinstrasse 1 eröffnet in rund zwei Monaten die Kindertagesstätte (Kita) Bubble Bees. Dort werden Kinder im Alter von drei Monaten bis zum Eintritt in den Kindergarten betreut.

«Wir haben die Natur sozusagen hereingeholt»

sagt Projektleiter Mike Helmy. Der 58-jährige Zürcher hat die Kita-Kette gemeinsam mit Nathalie Rehak vor dreieinhalb Jahren gegründet. Unterdessen betreiben sie schweizweit acht Kitas. Die kletternden Kinder werden normalerweise an einem Standort in Zürich betreut, heute sind sie in Frauenfeld zu Besuch.

Bei jedem Wetter draussen unterwegs

Am Postplatz gibt es kaum ein grünes Fleckchen. Hinter der alten Post gibt es aber einen Innenhof. Helmy ist vom Standort überzeugt. «Dank der zentralen Lage sind wir auch für Pendler gut erreichbar.» Und obwohl sie die Bäume drinnen haben wachsen lassen, sei das Rausgehen ein zentraler Punkt ihres Konzepts. «Wir gehen mit den Kindern jeden Tag nach draussen», sagt Helmy, «bei jedem Wetter.»

Weil der Kita kein klassischer Garten zur Verfügung stehe, mache man sich jeweils Gedanken, wo man mit den Kindern hingehen und was man unternehmen wolle. «Und Frauenfeld kann sich ja nun wirklich nicht über zu wenig Grünflächen beklagen.»

Die aufgereihten Kinderschuhe vor dem Eingang. (Bild: Andrea Stalder)

Die aufgereihten Kinderschuhe vor dem Eingang. (Bild: Andrea Stalder)

Weiter wirbt Helmy damit, dass die Kinder zweisprachig betreut werden. Einige Betreuungspersonen würden ausschliesslich deutsch, die anderen englisch sprechen.

«Wir wollen uns von anderen Kitas abheben.»

Gleichzeitig betont Helmy, dass sie keine Schule seien. Vielmehr setze Bubble Bees auf spielerisches Lernen. «Überambitionierte Eltern sind bei uns falsch.» Dementsprechend habe er einmal ein Paar abgewiesen, das wollte, dass seinem Kind rund um die Uhr ein Programm geboten werde.

«In diesem Alter ist es zu früh, um die Kinder mit Unterricht zu fördern»

ist Helmy überzeugt. Stattdessen setzten sie auf geführtes und freies Spielen. Dann würden sich die Betreuer jeweils zurückhalten und die Kinder machen lassen.

Leistungsvertrag mit der Stadt liegt noch nicht vor

Für die Betreuung bezahlen Eltern je nach Wochentag zwischen 90 und 115 Franken, für Babys bis 18 Monate sind es zwischen 100 und 125 Franken. «Zusätzlich bieten wir für Eltern mit einem moderaten Einkommen subventionierte Plätze an», sagt Helmy. Hierfür benötigt die Kita einen Leistungsvertrag mit der Stadt. Dieser liege aktuell aber noch nicht vor. «Wir sind dran.»

Die Preise würden dem regionalen Durchschnitt entsprechen. Bubble Bees sei weder besonders teuer noch besonders günstig. «Klar», sagt Helmy, «in Zürich sind die Preise höher.» In Zukunft sollen in der Kita zwei Gruppen à je zehn Kinder geführt werden. «Es gibt bereits erste Interessenten.»

720'000 Franken für subventionierte Plätze

Die Stadt Frauenfeld unterhält aktuell mit drei Organisationen Leistungsverträge. Dies sind der Verein Kita Pusteblume, die Zauberkita GmbH, die zwei Standorte in der Stadt sowie einen in Hüttwilen betreibt, und der Tagesfamilienverein Frauenfeld. «Zudem beteiligt sich die Stadt zu 50 Prozent an den Kosten des bei der Primarschule angesiedelten Tagesschulangebots», heisst es auf Anfrage. 2018 seien insgesamt 720'000 Franken in subventionierte Plätze investiert worden.

Die Bewilligungen für Kita- und Hort-Plätze erteilt der Kanton. Aktuell bieten in Frauenfeld elf Institutionen total 281 Plätze für Kinder im Vorschulalter und 170 Plätze für Kinder im Schulalter an. Zudem stehen über Mittag weitere 45 Plätze zur Verfügung. Das Angebot sei in den vergangenen Jahren laufend ausgebaut worden. «Nach unserer Einschätzung deckt das Angebot die Nachfrage», heisst es weiter. Aufgrund des Amtsgeheimnisses darf sich die Stadt nicht dazu äussern, ob die Kita Bubble Bees ein Gesuch für einen Leistungsvertrag eingereicht hat. (rha)

In einem ersten Schritt soll Bubble Bees, was soviel wie Bienchen in der Seifenblase bedeutet, nun bekannter werden. «Wir wollen uns in der Region vernetzen», sagt Helmy. Hierfür wird die Kita am Mittsommerfest, das vom 14. bis 16. Juni stattfindet, einen Stand betreiben. «Dort werden wir – wie könnte es auch anders sein – an unserem Stand Seifenblasen machen.»

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