Matzingen, Stettfurt und Thundorf gleisen ihren gemeinsamen Jugendtreff auf

Im Tscharnerhaus in Stettfurt beteiligen sich am Samstag drei Gemeinden an der Gestaltung eines Jugendtreffs.

Amina Mvidie
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Workshopleiterin Sabina Fejzulahi Ferrari sammelt Ideen für den Jugendtreff.

Workshopleiterin Sabina Fejzulahi Ferrari sammelt Ideen für den Jugendtreff.

(Bild: Donato Caspari)

Begleitet von lautem Kirchgebimmel ist am Samstagmorgen um 9 Uhr der Playerworkshop im Tscharnerhaus in Stettfurt gestartet. «Wir haben einen engen Zeitplan», sagt Ueli Bachofen gleich zu Beginn der Veranstaltung. Er ist der Leiter der Projektgruppe «Jugend am Sonnenberg». Diese hat die Bevölkerung der Gemeinden Matzingen, Stettfurt und Thundorf zur Mitbeteiligung und Mitgestaltung des gemeinsamen Jugendtreffs eingeladen.

Wer sich nun einen Raum voller Jugendlichen vorstellt, liegt falsch. Der Grossteil der Anwesenden sind Erwachsene mit Sitz in verschiedenen Gremien, nur eine Handvoll Jugendliche ist anwesend. «In dieser Phase ist es wichtig, Entscheidungsträger zu überzeugen», sagt Sabina Fejzulahi. Die Jugendpädagogin von der Jugendarbeit Wil unterstützt die Projektgruppe und führt die Teilnehmenden durch den Morgen. Sie sagt: «Die Jugend hat die schlechteste Lobby.»

Viel Einigkeit und ein Diskussionspunkt

«Es sollte nicht alles von oben nach unten bestimmt werden», sagt Sylvain Hunziker vom Damenturnverein Matzingen. Die Thundorferin Diana Hufen ergänzt: «Wenn sie Verantwortung übernehmen können, tragen sie dem Treff auch Sorge.» In kleinen Gruppen diskutieren die Teilnehmenden über die mögliche Gestaltung des Jugendtreffs. Obwohl in vielen Punkten Einigkeit herrscht, scheiden sich die Geister beim Thema Führung. Während manche finden, dass es wichtig sei, den Jugendlichen eine genaue Struktur vorzugeben, finden andere, dass die Jungen die Regeln selbst erarbeiten sollen.

Auf einem Flipchart hält jede Gruppe am Ende des Morgens ihre Ziele fest. Drei Punkte scheinen den Teilnehmenden dabei besonders wichtig zu sein: die Akzeptanz in der Bevölkerung und unter den Jugendlichen, einen kompetente Fachperson für die Jugendarbeit sowie die Information der Stimmbevölkerungen.

Nur die Sekundarschule Halingen fehlte

«Ich gehe überzeugt nach Hause», resümiert Ueli Bachofen den Workshop. Die Projektgruppe werde das Feinkonzept nochmals überarbeiten und die vielen Inputs berücksichtigen. Auch Felix Jenni, Projektgruppenmitglied und Thundorfer Gemeinderat, zeigt sich zuversichtlich: «Wir hatten interessante Diskussionen mit vielen wichtigen Playern.» Nur eine Körperschaft glänzte mit ihrer Abwesenheit. Von der Sekundarschule Halingen ist niemand gekommen. Ueli Bachofen sagt dazu: «Wir haben eine Einladung versendet. Vielleicht haben sie sich auch vertreten lassen.»

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