Nicht nur der Name bleibt erhalten: Die Steger AG in Aadorf ist nun unabhängig

Der langjährige Geschäftsführer Jürg Widerin übernimmt die Aadorfer Haustechnikfirma Steger AG von den bisherigen Besitzern.

Kurt Lichtensteiger
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CEO Jürg Widerin vor einem neu beschrifteten Firmenauto.

CEO Jürg Widerin vor einem neu beschrifteten Firmenauto.

(Bild: Kurt Lichtensteiger)

In diesen Tagen ist aufmerksamen Passanten aufgefallen, dass die weissen Firmenautos an der Wiesentalstrasse in Aadorf neu beschriftet wurden, nämlich von «id-group.org Steger AG» in «Steger AG». Das neue Logo ist nur ein äusseres Zeichen, das den Austritt aus der ID-Gruppe, einem Firmenpool von rund zehn Gesellschaften, signalisiert. Mehr hat sich zuvor hinter den Kulissen getan.

Geschäftsführer Jürg Widerin hat sich mit dem Kauf aller Aktiven und Passiven gesichert, was er mit 30 Leuten vor 15 Jahren aufgebaut hat. Die Firma war stets erfolgreich und hat sich immer eine gewisse Selbstständigkeit bewahren können. Nun ist sie unabhängig geworden.

Sohn führt Personalvermittlungsbüro

In Schieflage geraten ist dagegen die ID-Gruppe, die sich auf dem Weg in den Konkurs befindet und diesen kaum abwenden können dürfte. Mit der neuen Steger AG hat Widerin auch das Personalvermittlungsbüro Business Life AG in Wangen/Dübendorf aus dem Pool herausgekauft. Die Firma führt Sohn Dominik Widerin.

CEO Jürg Widerin präsentiert das neue Logo und sagt:

«Wir haben das bisherige Erscheinungsbild überarbeitet und modernisiert.»

Es sei ihr Ziel, der Kundschaft weiterhin ein erstklassiger, flexibler und zuverlässiger Partner in den Bereichen der Haustechnik zu sein.

Vom Prime-Tower bis zum Kantonsspital Frauenfeld

Die Firma Steger in Aadorf ist im Jahr 1927 von Hans Steger gegründet worden und hat in der Folge die Entwicklung der Gebäudetechnik mitgeprägt. In einer schwierigen Phase Anfang dieses Jahrhunderts gaben sich rund zehn Geschäftsführer die Klinke in die Hand. Ab 2005, mit einem Neubau und Umbauten, leitete Widerin die erfolgreiche Zukunft ein. Der Prime-Tower, das Kinderspital Zürich, «Circle» am Flughafen und das Kantonsspital Frauenfeld sind nur einige Referenzobjekte. Widerin sagt:

«Dafür verantwortlich ist ein eingeschworenes Team von 110 Mitarbeitenden.»

Die eigene Werkstatt erlaubt die Fertigung individueller Lösungen. Die Lehrwerkstatt dient zudem der Nachwuchsförderung, worauf grosser Wert gelegt wird. «Derzeit wird dort alles vorbereitet, was über 100 Lernende an der kommenden kantonalen Lehrabschlussprüfung benötigen», sagt Widerin.

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