Nicht 2020, und auch nicht 2021: Fürs Kantonale Gesangfest in Frauenfeld folgt das definitive Aus

Zuerst verschoben, nun abgesagt: Es haben sich zu wenig Thurgauer Chöre angemeldet. Deshalb findet auch 2021 kein Thurgauer Gesangfest in Frauenfeld statt.

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Am Thurgauer Gesantfest 2011 in Sirnach mit der Sängerrunde vom Bankplatz aus Weinfelden.

Am Thurgauer Gesantfest 2011 in Sirnach mit der Sängerrunde vom Bankplatz aus Weinfelden.

Bild: Nana do Carmo, 25. Juni 2011

(pd) Auch im kommenden Jahr wird es definitiv kein Thurgauer Gesangfest in Frauenfeld geben. Das teilt das Fest-OK nun mit. Nachdem das Gesangfest 2020 in der Kantonshauptstadt pandemiebedingt abgesagt werden musste, hatte der Trägerverein – Damenchor Kurzdorf und Belcanto-Chor – beschlossen, einen neuen Anlauf für das Jahr 2021 zu nehmen. «Der Entscheid fiel insofern leicht, als sich die Mehrzahl der Sponsoren bereit erklärten, das Fest auch 2021 zu unterstützen», heisst es in der Medienmitteilung.

Konzept überarbeitet und optimiert

Werner Dickenmann, OK-Präsident Thurgauer Gesangfest in Frauenfeld.

Werner Dickenmann, OK-Präsident Thurgauer Gesangfest in Frauenfeld.

Bild: Reto Martin

Besonders dankbar ist das OK um Präsident Werner Dickenmann den grossen Sponsoren und der Stadt Frauenfeld, die dazu beigetragen haben, dass trotz Absage der Abschluss kostendeckend gestaltet werden konnte. Unter diesen positiven Voraussetzungen hat das OK in beinahe identischer Besetzung die Planung für das Fest im 2021 aufgenommen.

Das Konzept von 2020 sei überarbeitet und optimiert worden, um die Veranstaltung noch mehr auf den Gesang zu fokussieren. Für die Auftritte wurden von den Kirchenbehörden wiederum die beiden Stadtkirchen zur Verfügung gestellt. Anstelle eines Festzeltes auf dem Oberen Mätteli konnte die Rüegerholzhalle reserviert werden, die für den Gesang einen geschichtsträchtigen Hintergrund hat. 2021 kann die Holzhalle das 100-jährige Jubiläum feiern. Sie wurde damals eigens für das kantonale Gesangsfest gebaut.

Finanzielles Risiko zu hoch

Um keine finanziellen Experimente machen zu müssen, hat sich das OK von Anfang das Ziel gesetzt, den Anlass nur durchzuführen, wenn sich mehr als die Hälfte der Thurgauer Chöre für das Fest in der gesetzten Frist anmeldet.

«Leider wurde dieses Ziel mit nur einem Drittel an Anmeldungen deutlich verfehlt.»

Da angesichts der wieder ansteigenden Covid-19-Fälle zu erwarten sei, dass Abmeldungen wahrscheinlicher sind als Nachmeldungen, habe sich das OK entschieden, das auf 2021 verschobene Gesangfest nicht umzusetzen. «Der Entscheid ist allen Beteiligten sehr schwergefallen, denn das neue Konzept hatte wirklich alle überzeugt», schreiben die Veranstalter in ihrer Mitteilung. (red)