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Neues Spiel, neues Glück in der Frauenfeld Altstadt

Die Begegnungszone in der Freie Strasse soll definitiv werden. Das wollen die Stadt Frauenfeld und die IG Innenstadt weiterhin. Schützenhilfe gibt es nun vom Gewerbeverein, was letzte Skeptiker überzeugen soll.
Stefan Hilzinger
Die Freie Strasse in Frauenfeld. Noch erfüllt sie die gestalterischen Anforderungen an eine Begegnungszone nicht, denn Trottoir und Strasse liegen auf verschiedenen Niveaus. (Bild: Reto Martin)

Die Freie Strasse in Frauenfeld. Noch erfüllt sie die gestalterischen Anforderungen an eine Begegnungszone nicht, denn Trottoir und Strasse liegen auf verschiedenen Niveaus. (Bild: Reto Martin)

Es geht um weniger Meter Strasse im Herzen der Stadt: Die Freie Strasse zwischen Rathaus und katholischer Kirche soll definitiv zu einer Begegnungszone werden. Das sieht nicht nur der Stadtrat so, sondern auch die Interessengemeinschaft Frauenfelder Innenstadt (IG Fit). Nicht erst seit gestern, als Stadtpräsident und Wirtschaftsvertreter vor Medien erläuterten, warum der nächste Schritt dazu nun erfolgen sollte.

Denn es ist der zweite Anlauf dazu: Schon in diesem Jahr wollte der Stadt die Planung der Umgestaltung an die Hand nehmen. Doch eine bürgerliche Mehrheit verweigerte zwei Krediten von insgesamt 160'000 Franken im vergangenen Dezember die Zusage. Das soll heuer am 12. Dezember nicht mehr passieren. Schützenhilfe bekommen Stadt und IG Fit vom Gewerbeverein Region Frauenfeld, dessen Präsident Urs Schönholzer sich hinter die Sache stellt.

Schlosser Reto Wenger, Christian Wälchli (IG Fit), Urs Schönholzer (Gewerbeverein), Elisabeth Steiner (IG Fit), Pascal Wirth (IG Vorstadt), Stadtpräsident Anders Stokholm, Walter «Holzwurm» Zimmermann und Stadtentwickler Heinz Egli in der «guten Stube der Stadt». (Bild: Stefan Hilzinger)

Schlosser Reto Wenger, Christian Wälchli (IG Fit), Urs Schönholzer (Gewerbeverein), Elisabeth Steiner (IG Fit), Pascal Wirth (IG Vorstadt), Stadtpräsident Anders Stokholm, Walter «Holzwurm» Zimmermann und Stadtentwickler Heinz Egli in der «guten Stube der Stadt». (Bild: Stefan Hilzinger)

Jetziges Verkehrsregime ist lediglich geduldet

Auf Teilen der Freie Strasse gilt zwar bereits das gleiche Verkehrsregime wie in der benachbarten Zürcherstrasse: Tempo 20 und Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer. Doch was dort bereits rechtlich sanktioniert ist, ist hier nur die Fortführung eines Versuchs, der maximal zwei Jahre dauern dürfte. «Die jetzige Situation in der Freie Strasse ist nur geduldet», sagt Stadtpräsident Anders Stokholm.
An Argumenten für die Ausdehnung der Begegnungszone mangelt es der Stadt und der IG Fit nicht, so der einhellige Tenor an der Medienorientierung. Auch die Detaillisten und Gewerbetreibenden stünden dahinter. «Bei der weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, Bevölkerung und Gewerbe in die Planung einzubeziehen», sagt Stadtpräsident Stokholm

Wälchli: «Die Erfahrungen sprechen für sich»

«Die Erfahrungen in der Zürcherstrasse haben allen gezeigt, was die Begegnungszone bringt», sagt IG-Fit-Präsident Christian Wälchi. «Da braucht es keine weiteren Worte». Die Altstadt sei zu einem Ort der Begegnung geworden. Entschleunigung und Belebung sind für IG Fit und Stadt keine Widersprüche. «Die Anlässe, Restaurants, die draussen bewirten, und weiteres trägt zur hohen Aufenthaltsqualität bei. Die Altstadt ist zu einem Treffpunkt geworden», sagt IG-Fit-Vorstandsmitglied Elisabeth Steiner. Da sei es verschmerzbar, wenn im Zuge der notwendigen Neugestaltung der Freie Strasse einige, aber nicht alle Parkplätze verschwänden. «Das schafft auch Raum für neue Ideen», sagt sie.

Rasch umgesetzte Teilziele

Urs Schönholzer, Präsident des Gewerbevereins Region Frauenfeld, befürwortet die Ausdehnung der Begegnungszone von der Zürcherstrasse auf die Freie Strasse. «Das Gewerbe schätzt die intensiven Bemühungen der IG Frauenfelder Innenstadt und des Stadtrates um die Belebung der Innenstadt», sagt Schönholzer. In einer Umfrage habe sich auch mehr als die Hälfte der Mitglieder des Gewerbevereins für eine Vergrösserung der Begegnungszone ausgesprochen.
«Heisst aber auch, dass die Innenstadt besser zugänglich wird», sagt Schönholzer. So wünscht er sich vom Stadtrat in der Sache rasch umgesetzte Teilziele. «Man soll zügig sehen, dass es etwas geschieht». Und zur Aufwertung der Innenstadt gehöre mittelfristig die zentrumsnahe Stadtentlastung und auf lange Frist eine weiträumige Stadtumfahrung. (hil))

Um die Begegnungszone definitiv zu machen, muss letztlich auch gebaut werden: Die Strasse wird auf das Niveau des Trottoirs gehoben, damit eine einzige Verkehrsfläche entsteht. Ausserdem soll der bereitgestellte Kehricht unter den Boden verschwinden. Stadtpräsident Anders Stokholm sagt:

«Die Altstadt soll noch mehr zur guten Stube der Hauptstadt werden.»

Zum einladenden Flair gehören nun auch Sitzflächen aus Holzlatten auf den Betonbänken aus der Werkstatt von Walter «Holzwurm» Zimmermann sowie lebensgrosse Silhouetten aus Stahlblech aus der Schlosserei von Reto Wenger. Eine rote Figur zeigt einen Saxofonspieler. Männiglich rätselt, ob diese nun Pepe Lienhard darstelle.

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