Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Neues Kapitel im Kiesabbau in Basadingen

Mit grossem Mehr bewilligen die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung die Zonenplanänderung Hüerbüel. Der gute Rechnungsabschluss 2017 wirft die Frage nach einer Senkung des Steuerfusses auf.
Thomas Güntert
Die Vorräte in der bestehenden Kiesgrube Hüerbüel nähern sich in einem Jahr dem Ende zu. (Bild: Thomas Güntert)

Die Vorräte in der bestehenden Kiesgrube Hüerbüel nähern sich in einem Jahr dem Ende zu. (Bild: Thomas Güntert)

«Das ist für alle eine Win-Win-Situation», bemerkte Gemeindepräsident Peter Mathys an der Rechnungsgemeinde am Freitagabend. Lediglich drei von 69 anwesenden Stimmbürgern von Basadingen-Schlattingen sagten Nein zur Zonenplanänderung für die Erweiterung der Kiesgrube Hüerbüel. Seit 1999 konnte die Gemeinde durch den Kiesabbau rund 800000 Franken einnehmen. Mit dem Erweiterungsgesuch wurden die Entschädigungsleistungen neu ausgehandelt und die Gemeinde bekommt dafür eine jährliche pauschale Abgeltung von 55000 Franken.

Jährlich 200 Tonnen Kies für den Strassenunterhalt

Für die Strassenparzellen erhält die Gemeinde zudem eine Entschädigung von 320000 Franken und jährlich noch kostenlos 200 Tonnen Kies für den Strassenunterhalt. Mathys erwähnte zudem, dass die Einnahmen aus dem Kiesabbau dort versteuern werden müssen, wo abgebaut wird. Wenn alle Genehmigungen durch sind, kann dann die Cabema AG Diessenhofen in den nächsten 20 Jahren im Hüerbüel rund eine Million Kubikmeter Kies abbauen.

Finanzreferent Hans Rudolf Stör präsentierte die Jahresrechnung 2017, die bei einem Ertrag von rund 5,7 Millionen Franken mit einem Überschuss von rund 286000 Franken abschloss, obwohl ein Verlust von etwa 80000 Franken budgetiert war. Die Nettoinvestitionen lagen bei rund einer Million Franken. Der Gewinn wurde dem zweckfreien Eigenkapital gutgeschrieben, das sich dadurch auf knapp 1,6 Millionen Franken erhöhte. Ein Antrag von Peter Keller, den Steuerfuss 2018 von 54 auf 49 Prozent zu senken, konnte nicht akzeptiert werden, da dies rückwirkend nicht möglich ist. Die Rechnung wurde einstimmig angenommen.

Spielplatz gibt es keinen, Dorfladen eventuell schon

Der Gemeindepräsident informierte zum Schluss die Versammlung, dass in der Bevölkerung die breite Akzeptanz für einen teuren Spielplatz in Schlattingen nicht vorhanden ist und das Projekt nicht vorangetrieben wird.

Dagegen will sich die Gemeinde für einen Dorfladen im ehemaligen Volg Gebäude in Basadingen einsetzen. Diesbezüglich haben bereits Gespräche mit verschiedenen Ladenketten stattgefunden. «Es läuft alles auf eine Franchise heraus», bemerkte Mathys. Die Ladenketten würden professionelle Unterstützung anbieten, der Laden müsste allerdings selbst betrieben werden, beispielsweise als Genossenschaft, Ladenverein oder GmbH. Die Gemeinde will hierzu eine Informationsveranstaltung anbieten. Mathys bemerkte zudem, dass in Schlattingen im Gebiet Rathlenbuck 15 neue Bauplätze erschlossen werden und dass der gesamte Gemeinderat wieder zur Erneuerungswahl 2019 antreten wird.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.