Neuer Richtplan
Wie entwickelt sich Eschlikon? Infoanlass zum kommunalen Richtplan war ein Publikumsmagnet

Am Donnerstagabend vermochte ein Informationsanlass zum eigentlich trockenen Thema Raumplanung in Eschlikon die Bächelackeraula zu füllen.

Christoph Heer
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Joelle Zimmerli moderiert das Podium mit Gemeindepräsident Bernhard Braun, Reto Frei (Nova Energie), Gemeinderat Alexander Sigg, Raumplaner Hanspeter Woodtli und Gemeinderat Werner Ziegler.

Joelle Zimmerli moderiert das Podium mit Gemeindepräsident Bernhard Braun, Reto Frei (Nova Energie), Gemeinderat Alexander Sigg, Raumplaner Hanspeter Woodtli und Gemeinderat Werner Ziegler.

Bild: Christoph Hee

Fachpersonen stellen den kommunalen Richtplan vor – und die Bevölkerung strömt in Scharen daher. So geschehen am Donnerstagabend in Eschlikon. An der entsprechenden Informationsveranstaltung zeigte sich: Die Bürger machen sich zum Teil Sorgen betreffend räumlicher Entwicklung und (zu) schnellem Bevölkerungswachstum. Die Steuerungsgruppe relativiert diese Bedenken.

Zu den Richtplänen und zu den Richtplanmassnahmen kann sich jedermann während der Bekanntmachung äussern. Die Bekanntmachungsfrist läuft bis Ende Oktober, schon am 18. September findet jedoch eine neuerliche, öffentliche Fragestunde, statt.

Zuerst informierten sich aber am Donnerstagabend, in der Aula Bächelacker, Dutzende Einwohner aus allen Dorfteilen über das Gesamtprojekt, den Kommunalen Richtplan der Gemeinde Eschlikon. Was beschäftigt denn die Eschliker genau? Es sind vornehmlich mehrere Teilgebiete, die von grossem Interesse zu sein scheinen. Drei Zentren für kurze Wege, neue Quartiere (Risperg, Underi Mettle), ein öffentlicher Park auf dem Areal der katholischen Kirchgemeinde oder der Ausbau der Mobilitätsdrehscheibe am Bahnhof werden wiederkehrend thematisiert.

Gemeindepräsident Bernhard Braun erklärt, dass der kommunale Richtplan in erster Linie als Planungsinstrument für die Gemeindebehörde wahrzunehmen ist. «Der Richtplan umfasst zahlreiche Themengebiete wie Siedlungserweiterung, Landschaft oder Verkehr», sagt er. «Hervorzuheben ist die Tatsache, dass gewisse historische Gebiete auf jeden Fall erhalten bleiben, andere Bereiche können umstrukturiert oder neu und zeitnah auch langfristig entwickelt werden.»

Wie wäre es mit einer Baumallee?

Der Richtplan wird noch unzählige Gespräche und Diskussionen mit sich bringen. Dem Gemeinderat und insbesondere der schon vor langer Zeit ins Leben gerufener Steuergruppe aus Fachpersonen lag es aber schon zu Beginn der Planungen am Herzen, die Bevölkerung miteinzubinden.

So fanden schon Echoräume, Befragungen und Expertenworkshops statt, allesamt überaus erfolgreich. Eschlikon hat mit Bestimmtheit noch viel Potenzial, doch, und das sagt ein Anwesender, soll man unbedingt ein Auge auf ein gesundes Wachstum legen. «Meines Wissens reden wir von rund acht Hektaren Grünfläche, die überbaut oder umentwickelt werden könnte, das ist sehr viel; zu viel für die kommenden Jahre», sagt der Mann.

Gemeinderat Werner Ziegler kontert mit der Aussage, dass sich die Gemeinde stetig weiterentwickeln muss, «auch, damit wir für die jungen Eschliker attraktiv bleiben und diese langfristig hier wohnen bleiben.»

Ob neuartige Zentren, Baumalleen, Freizeitzentren, mit Grünzeug ergänzte Asphaltflächen oder Gastronomien in Parkanlagen, die Zukunft wird es weisen, wie sich Eschlikon entwickeln wird; die gesunde Basis – eine faire Diskussionsplattform – ist jedenfalls längst geschaffen.

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