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Neuer Anlauf: Fischinger Wasser- und Elektrizitätswerke bereiten den Zusammenschluss vor

2015 ist das Projekt noch gescheitert. Nun wollen fünf Werke in der Gemeinde Fischingen doch fusionieren und eine neue Genossenschaft bilden.
Roman Scherrer
Das E&W Dussnang ist eines der fünf Werke, welche die Fusion vorbereiten. (Bild: Roman Scherrer)

Das E&W Dussnang ist eines der fünf Werke, welche die Fusion vorbereiten. (Bild: Roman Scherrer)

Die Situation ist heutzutage eher ungewöhnlich: Insgesamt sieben Wasser- und Elektrizitätswerke sind auf dem Fischinger Gemeindegebiet tätig. Nun sollen es weniger werden. Eine Arbeitsgruppe – bestehend aus Werkvertretern sowie Gemeindepräsident René Bosshart und Gemeinderat Hanspeter Lutz – befasst sich derzeit mit dem Zusammenschluss von fünf Werken.

Ohne Elektra Vogelsang

Auf dem Fischinger Gemeindegebiet sind sieben Werke als Wasser- und Stromversorger tätig. Fünf bereiten derzeit die Grundlagen für einen Zusammenschluss vor: die Wasserversorgung Fischingen, die Wasserversorgung Berggebiet, das E&W Dussnang, die Elektra Fischingen und die Elektra Au. Kein Thema bei der Fusion ist die Wasserversorgung Turbenthal, welche für die Weiler Speck und Hamberg an der Grenze zum Kanton Zürich zuständig ist. Sie gehört nämlich zum Turbenthaler Gemeindewerk.

Auch die Elektra-Genossenschaft Vogelsang ist nicht an der Fusion beteiligt. Momentan könne man den Aufwand noch selber stemmen, sagt der Kassier der Genossenschaft, Walter Falk. «Und die Genossenschafter wollen nicht unbedingt fusionieren, wenn es nicht sein muss.» Längerfristig schliesst Falk einen Zusammenschluss aber nicht komplett aus. «Wenn der Aufwand durch gesetzliche Grundlagen weiter steigt oder wenn keine Nachfolger gefunden werden, müsste man sich natürlich wieder damit befassen.» Zudem arbeite man bereits heute mit dem E&W Dussnang zusammen, etwa bei der Beschaffung der Zähler oder beim Datenmanagement.

Das Thema beschäftigt in der Gemeinde Fischingen nicht zum ersten Mal. Eine Projektgruppe befasste sich bereits ab Ende 2015 mit einem Zusammenschluss der Werke. «Eine Gemeinde – ein Werk», nannte sie das Vorhaben. Für einen gemeinsamen Betrieb «wurden aktuell keine unüberwindbaren Hürden festgestellt», schrieb der für die Versorgung zuständige Gemeinderat Hanspeter Lutz noch im Mai 2017 in den Gemeindenachrichten.

Im gleichen Text musste er jedoch bekannt geben, dass das Projekt zum Stillstand gekommen ist und der Gemeinderat die Projektgruppe aufgelöst hatte. Dies, weil sich die Werkvorstände nicht über die Gesellschaftsform des neuen Werks haben einigen können.

Neue 
Genossenschaft

Nun erfolgt also ein neuer Anlauf. Die Werke hätten den geplanten Zusammenschluss von sich aus in Angriff genommen, sagt Gemeindepräsident René Bosshart. «Der Wunsch dazu ist aus einem Antrag an einer Genossenschafterversammlung hervorgegangen.» In der Folge habe sich die aktuelle Arbeitsgruppe gebildet.

René BosshartGemeindepräsident Fischingen

René Bosshart
Gemeindepräsident Fischingen

Sie wird wohl – im Gegensatz zu ihrer Vorgänger-Projektgruppe – nicht an der Frage der Gesellschaftsform scheitern. Diesbezüglich haben die Beteiligten bereits einen gemeinsamen Nenner gefunden, wie René Bosshart sagt:

«Innerhalb der Arbeitsgruppe ist man sich einig, dass man sich auf den Weg zu einer neuen Genossenschaft machen will.»

«Vom Zusammenschluss profitieren letztlich alle», ist er überzeugt. So könnten dadurch viele Synergien genutzt werden. Unter anderem reduziert sich der administrative Aufwand bei den Werken, aber auch bei der Gemeinde, welche statt fünf noch einen Ansprechpartner hätte. «Nicht zuletzt ist es auch eine Hilfe für die kleineren Werke, für die es immer schwieriger wird, den steigenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden,», erklärt Bosshart.

Für Tarife ist zunächst
 Planrechnung notwendig

Wie die einzelnen Tarife nach dem geplanten Zusammenschluss aussehen, kann derzeit noch nicht gesagt werden. «Im aktuellen Stadium ist das noch zu früh. Dafür muss die Arbeitsgruppe zuerst eine Planrechnung erstellen», sagt Gemeindepräsident Bosshart.

Die nächsten Schritte der Arbeitsgruppe werden nun sein, die Grundlagen des künftigen Werks auszuarbeiten, etwa die Statuten. Und mit der Gemeinde muss über einen neuen Versorgungsauftrag verhandelt werden.

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