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Neu braucht’s in Frauenfeld ein Nümmerli zum Flicken

Am Samstag fand im Quartiertreff Talbach in Frauenfeld das neunte Repair-Café statt. Unter anderem reparierten die Helfer einen Apfelpflücker.
Hugo Berger
Fachleute kümmern sich um kaputte Gegenstände, die von Besuchern mitgebracht werden. (Bild: Hugo Berger)

Fachleute kümmern sich um kaputte Gegenstände, die von Besuchern mitgebracht werden. (Bild: Hugo Berger)

Samstag, 10 Uhr: Im Repair-Café am Talbachkreisel herrscht Hochbetrieb. Etliche Leute haben sich mit defekten Gegenständen wie Lampen, Uhren oder Plattenspielern eingefunden. Sie verkürzen sich die Wartezeit bei einem Schwatz oder einem Kaffee an der Bar. Die jüngsten Besucher vergnügen sich in der Spielecke.

Das grosse Interesse hat die Organisatoren am neunten Repair-Café zu einer Neuerung veranlasst: Wer etwas zum Reparieren mitbringt, bekommt beim Eingang eine Nummer. Ist ein Reparaturhelfer frei, wird sie aufgerufen. Mit Nummer 81, einer Fleisch-Schneidmaschine, befasst sich Roman Schneller.

«Meistens wird das Gerät beim Schneiden überfordert»

meint Schneller und schraubt das Seitenteil auf. Manchmal müsse ein Ersatzteil bestellt werden, oft liege es nur an Kleinigkeiten, meint der gelernte Werkzeugmacher.

Schmunzelnd erinnert er sich an eine Frau, deren Staubsauger nicht mehr lief. «Den Grund fand ich rasch: Das Fach für den Staubsack war nicht richtig verriegelt.»

Überlaufende Kaffeetassen

Kein einfaches Problem hat Christian Stricker zu lösen. Die Kaffeemaschine läuft zwar, aber sie stellt nicht ab, wenn die Tasse voll ist. «Das Modell kenne ich nicht, mal schauen, ob ich es hinkriege.» Der Kunde hat eine zweite Maschine mitgebracht und meint:

«Vielleicht kann man hiervon Ersatzteile nehmen.»

Ganz in seinem Element ist Franz Prassl. Ein altes Gesangbuch, das aus dem Leim fällt, bekommt einen neuen Rücken. «Das Buch kann nun wieder etliche Jahre benutzt werden», freut sich der gelernte Buchbinder.

Repariert werde jeder Gegenstand, der durch die Türe des Quartiertreffs passt, heisst es von den Organisatoren. Das gilt auch für den sperrigen, drei Meter langen Apfelpflücker, der nun wieder funktioniert.

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