«Nerven-Guetzli» –während der Projektwoche der Sek Steckborn riecht es mehr nach Rosen statt nach Schwefel

Sekschülerinnen und Sekschüler der Feldbachschule in Steckborn dürfen während der Projektwoche kreativ wirken – mit allerlei spannenden Ergebnissen.

Judith Meyer
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Cheyenne (12) und Ilka (14) produzierten eine wärmende Salbe.

Cheyenne (12) und Ilka (14) produzierten eine wärmende Salbe.

Bild: Judith Meyer

Ein Schulhaus verwandelt sich in einer Projektwoche definitiv. Man wird mit Rosenduft aus dem Kosmetiklabor, mit Musik und kräftigem Gesang oder dem Rattern einer Nähmaschine empfangen, statt mit der üblichen Schulhausatmosphäre. Die Sekundarschule Feldbach in Steckborn führt alle drei Jahre eine Projektwoche durch, so auch dieses Schuljahr.

Die Vielfalt der Kurse ist gross. Zur Auswahl stehen: Sport, Tanz und Ausdruck, Achtsamkeit, Kreatives aus der Küche und mit der Nähmaschine, Outdoor, Kunst, Kosmetik, Beruf, Musik sowie Reptilien. «Wir haben bewusst kein gemeinsames Motto gewählt, denn wir wollen den Stärken und Interessen der Lehrpersonen freien Lauf lassen. Das wiederum wirkt sich auf die Schülerinnen und Schüler erfreulich positiv und motivierend aus», sagt Schulleiterin Regina Eitzenberger.

Gebrannte Mandeln und eingemachte Curry-Birnen

In der Schulküche riecht es zwar immer gut, in dieser Woche aber besonders, denn die Kursteilnehmer des Kurses «Geschenke aus der Küche» brennen Mandeln, backen «Nerven-Guetzli» nach Hildegard von Bingen und kreieren eingemachte Curry-Birnen oder eingemachte süss-saure Curry-Zucchetti.

Aus dem Naturkunde-Zimmer steigt nicht der Geruch von Salmiak oder Schwefel in die Nase, sondern Rosenduft, Orangenöl und Thymian dominieren die Schulhausgänge. Mit grosser Vorsicht und Schutzbrille giessen Cheyenne (12) und Ilka (14) ihre eben produzierte «Wärmende Chili-Salbe» in kleine Döschen ab und verzieren diese mit einem edlen Etikett.

Lehrerin gibt ihre Leidenschaft weiter

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler scheinen daran Spass zu haben, Schule einmal anders zu erleben, auch die Lehrpersonen haben sich mit ihren kreativen Ideen zu den Kursen und den Vorbereitungen grossartig engagiert. «Was ich besonders schätze, ist, dass ich meine Leidenschaft an die Schülerinnen und Schüler weitergeben kann in dieser Woche. Ausserdem erlebe ich die Schule für einmal ohne Leistungsdruck, die Schüler haben sich den Kurs freiwillig ausgesucht und sind interessiert, etwas Neues zu entdecken», sagt Klassenlehrerin Katja Hofer.