National Snack Pack
«Wir wollten nicht nichts machen»: Homburger Gemeinderat überreicht seinen Einwohnern ein Fress-Säckli für Daheim

Statt einer Bundesfeier können sich Bewohnerinnen und Bewohner der Seerückengemeinde am 31. Juli beim Werkhof einen «National Snack Pack» abholen. Die Idee stammt von einer Eventmanagerin.

Samuel Koch
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Der «National Snack Pack» mit dem Logo der Seerückengemeinde.

Der «National Snack Pack» mit dem Logo der Seerückengemeinde.

Bild: PD

Organisierter Patriotismus ist verpönt. So begründet Gemeindepräsident Thomas Wiget die Aktion, welche die Gemeinde Homburg zu Ehren des bevorstehenden Bundesfeiertags aus den Ärmeln geschüttelt hat. Am Samstag, 31. Juli, versammelt sich der wegen Ferienabwesenheiten noch verbleibende Gemeinderat und verteilt den Homburgerinnen und Homburgern zwischen 11 und 15 Uhr einen «National Snack Pack» - ein Fress-Päckli für zu Hause. Mit dem lasse es sich dann in vertrauter Umgebung und «seuchensicher erstaugusten», teilt der Gemeinderat mit. Bürgernähe mal anders.

Gemeindepräsident Thomas Wiget ist nie um eine exotische Aussage verlegen. So überrascht seine Erklärung, wie es zu dieser Idee gekommen ist, ebenso wenig wie seine weiteren Erklärungen zum «National Snack Pack». Die bedingte Begeisterung im Gemeinderat für so viel Bürgernähe nahm Wiget erschüttert zur Kenntnis, nachdem Kollegin Erika Brüllhardt als langjährige Eventmanagerin der Kartause Ittingen den Plan eingebracht hatte. «Mal schauen, wie es bei den Leuten ankommt», sagt Wiget, lacht und ergänzt:

«Während der pandemischen Finsternis zu Ostern haben wir dank Erika Brüllhardt ja schon die Primeli und die Kärtchen an alle Haushalte verteilt, was sehr gut angekommen ist.»
Thomas Wiget, Gemeindepräsident Homburg.

Thomas Wiget, Gemeindepräsident Homburg.

Bild: PD

Wer von den gesamthaft 1500 Einwohnern der landwirtschaftlich geprägten Seerückengemeinde noch nicht in die Ferien verreist ist, darf sich also von der Gemeinde beschenken und ein Fress-Päckli übergeben lassen. «Wir wollten nicht nichts machen», sagt Erika Brüllhardt. Die Pandemie sei schwierig, denn trotz Gemeindeversammlungen habe der Kontakt zur Bevölkerung gelitten. Deshalb sei schliesslich die Aktion entstanden, inklusive Apéro und Platzkonzerten der Brassband Hörhausen ab 11.30 Uhr sowie der Örgelibuben mit Finja ab 13 Uhr. Und eben mit dem in Aussicht gestellten Fress-Päckli mit dem Gemeindelogo.

Erika Brüllhardt, Gemeinderätin Ressort Volkswirtschaft.

Erika Brüllhardt, Gemeinderätin Ressort Volkswirtschaft.

Bild: PD

Fress-Säckli trifft es aber viel eher. Denn in eine Stofftasche legt der Gemeinderat – je nach Grösse der Familien – rohe Cervelats oder Bratwürste, Süssgetränke und Chips rein. Den schweisstreibenden und nervenaufreibenden Einkauf für die Grillade am 1. August können sich die Homburgerinnen und Homburger dieses Jahr sparen.

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