Nachruf
Der Sirnacher Peter Huber war ein uneigennütziger Schaffer

In seinem 81. Lebensjahr ist der ehemalige Sirnacher Lehrer Peter Huber verstorben. Vieles hat er geleistet, ohne darüber grosses Aufsehen zu machen.

Werner Lenzin
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Peter «Büsi» Huber.

Peter «Büsi» Huber.

Bild: PD

Am vergangenen Freitag haben auf dem Sirnacher Friedhof Angehörige, Verwandte, Freunde und Bekannte von Peter Huber Abschied genommen. Er verschied am Freitag, 26. Februar, unerwartet an einem Herzversagen in seinem 81. Lebensjahr. Der Verstorbene hat sich uneigennützig für die verschiedensten öffentlichen Ämter zur Verfügung gestellt. Unvergesslich sind sein trockener Humor, sein Schalk in den Augen, aber auch seine Sorge um seine Familie, seine Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein als Freund, Lehrer, Pfadfinder, Jugend- und Sportleiter.

Als erstes Kind von Maria und Sines Huber-Roos am 17. November 1940 in Herisau zur Welt gekommen, erlebte er mit seinen jüngeren Schwestern Hedi und Elsbeth eine unbeschwerte Jugend. Einmal Pfadfinder - immer Pfadfinder. Diesem Grundsatz hat Peter Huber v/o Büsi auch später in kantonalen und eidgenössischen Gremien nachgelebt. Sein unermüdlicher Einsatz für das Pfadiheim Hinterberg in Andwil, die später abgebrannte Pfadihütte Naraus und für den Bau des Pfadiheims in Bergün, dem vor drei Jahren seine grosse Hingabe galt, sind allen unvergesslich.

Nach seiner Berufslehre als Elektromotorenwickler bei Schindler Aufzüge in St.Gallen-Haggen absolvierte Peter Huber die Rekrutenschule und krönte seine militärische Karriere mit dem Abverdienen als Technischer Feldweibel. Seine erste Arbeitsstelle fand er bei der Firma Metrohm in Herisau und nach einem Wechsel der Arbeitsstelle lernte er in der Balzers AG seine zukünftige Frau Anni kennen.

Zwischen 1964 und 1966 liess er sich am Seminar Kreuzlingen zum Primarlehrer ausbilden. Nach seiner Heirat mit Anni Nipp trat Peter Huber seine erste Stelle in Sonterswil an, von wo er später an die Gesamtschule Strohwilen-Wolfikon wechselte. Diese Gegend wurde zum Mittelpunkt des Verstorbenen, seiner Frau und seiner drei Kinder Beat, Anita und Fredi. Hier verbrachte die junge Familie eine glückliche Zeit, trotz gesundheitlichem Auf und Ab.

Im kleinen Dorf leitete Peter Huber die Gesamtschule mit grossem pädagogischem Geschick. Dass ihm die Jugend am Herzen lag, hat er oft gezeigt mit der Organisation von zahlreichen J+S-Lagern. An seinem Wohnort hat er sich als Sektionschef, bei der Feuerwehr, bei der Elektra und anderen Institutionen zur Verfügung gestellt. Daneben blieb auch Zeit, um mit der Familie die verschiedensten Wanderungen und andere Anlässe zu unternehmen.

Am liebsten weilte er in der kleinen Alphütte Dorwees am Kronberg. Er war und blieb zeitlebens ein Bergler und ein Appenzeller, was er auch mit seiner Hochzeitsfeier auf dem Kronberg und seinem speziellen Ohrenschmuck bekundete. Nach der Wohnsitznahme in Sirnach widmete sich Peter Huber den schwächeren Schülern und befasste sich eingehend mit der Heilpädagogik.

Zehn Jahre amtete Peter Huber als Aktuar der CVP Sirnach. Im Leitungsteam des Kulturkreises Hinterthurgau betreute er während etlicher Jahre die Finanzen. Bis in sein achtzigstes Lebensjahr war er regelmässig mit Taxi und Kleinbussen der Frauenfelder Firma Ilg Taxi auf Ostschweizer Strassen unterwegs, wo er unter seinen Berufskollegen als geselliger Kamerad beliebt war.

Es bleibt ihm zu danken für all das, was er getan hat, für seine Zuneigung, sein Dasein und seine Fürsorge. Vieles hat er geleistet und getan in seinem Leben, ohne darüber grosses Aufsehen zu machen und sich lieber gefreut am Tun und Erfolg seiner Mitmenschen.