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Nachfolge von Roland Eberle: Nicht nur Spuhler überlegt sich eine Kandidatur

Der ehemalige SVP-Nationalrat und Unternehmer Peter Spuhler überlegt sich übers Wochenende, ob er für den Ständerat kandidieren möchte. Auch weitere Spitzenpolitiker der SVP-Thurgau erwägen eine Kandidatur.
Sebastian Keller
Der Unternehmer Peter Spuhler ist Kronfavorit für die Nachfolge von Bruno Eberle. Er erwägt eine Kandidatur. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Der Unternehmer Peter Spuhler ist Kronfavorit für die Nachfolge von Bruno Eberle. Er erwägt eine Kandidatur. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Wie sich das Kandidatenkarussell um die Nachfolge von Ständerat Roland Eberle zusammensetzen wird, hängt wohl von einem Mann ab: Peter Spuhler. Der alte Nationalrat und erfolgreiche Unternehmer wird als Kronfavorit gehandelt. Ständerat ist denn auch das einzige Amt, das der 59-Jährige nie gänzlich ausgeschlossen hat – im Gegensatz zum Bundesrat. Das war auch am Freitag nicht anders. Gegenüber «Tagblatt online» sagte seine Mediensprecherin Marina Winder: Ruedi Zbinden, Präsident der SVP Thurgau, habe ihn offiziell angefragt, ob er für die Nachfolge kandidieren wolle. «Peter Spuhler freut sich sehr über diese Anfrage und es ehrt ihn, dass ihm dieses Amt zugetraut wird», sagt Winder. Er werde sich übers Wochenende überlegen, ob er für den Ständerat kandidieren möchte. «Sein Ziel ist es, bis Mitte nächster Woche einen Entscheid gefällt zu haben.»

Die Anfrage der Partei an Spuhler überrascht nicht. «Herr Spuhler ist für viele Ämter ein Wunschkandidat», sagte Zbinden bereits im vergangenen Jahr dieser Zeitung.

Knill oder Stark?

SVP-Regierungsrätin Monika Knill.

SVP-Regierungsrätin Monika Knill.

Von Spuhlers Entscheid dürfte abhängen, wer sich sonst noch aufs Kandidatenkarussell setzen wird. Eine interne Ausmarchung gegen das politische Schwergewicht will gut überlegt sein. Auf Anfrage schliessen mehrere hochkarätige SVP-Politiker eine Kandidatur derzeit aber nicht aus. Regierungsrätin Monika Knill sagt, sie werde ihre Absichten zuerst parteiintern diskutieren und kommunizieren. Weiter betont die 46-Jährige: «Ich verrate aber kein Geheimnis, dass mir das Amt als Regierungsrätin nach wie vor sehr gut gefällt und eine diesbezügliche Weiterführung meine prioritäre Option ist.» Knill sitzt seit zehn Jahren in der Regierung.

SVP-Regierungsrat Jakob Stark.

SVP-Regierungsrat Jakob Stark.

Seit 2006 amtet Parteikollege Jakob Stark als Regierungsrat. Er folgte damals auf Eberle, der die politische Bühne für einige Jahre verliess. Jetzt sagt der 60-jährige Stark: «Das ist für mich eine Option. Ich prüfe eine Ständeratskandidatur übers Wochenende mit Familie und Partei.»

Herzog oder Hausammann?

SVP-Nationalrätin Verena Herzog.

SVP-Nationalrätin Verena Herzog.

Üblicherweise spielen auch Nationalräte mit dem Gedanken eines Wechsels in die kleine Kammer. Denn: Sie kennen den Berner Politbetrieb. Die SVP Thurgau stellt drei Nationalräte. Die Frauenfelderin Verena Herzog rückte 2013 für Peter Spuhler in den Nationalrat nach. Auf Anfrage sagt die 62-Jährige: «Ich mache mir Gedanken darüber und bespreche das mit meiner Familie.»

SVP-Nationalrat Markus Hausammann.

SVP-Nationalrat Markus Hausammann.

Ähnlich äussert sich Nationalrat Markus Hausammann. Der Meisterlandwirt aus Langrickenbach sagt: «Ich überlege mir das.» Der 54-Jährige will zügig entscheiden. Er wurde 2011 in den Nationalrat gewählt. Auch Diana Gutjahr hat sich noch nicht entschieden. Die 34-jährige Amriswiler Unternehmerin sitzt seit 2017 in der grossen Kammer.

Zum Rücktritt von Roland Eberle sagt Gutjahr: «Es ist schade, dass wir mit der Demission von Ständerat Roland Eberle einen der einflussreichsten Ständeräte in Bern und damit einen wichtigen Vertreter für den Kanton Thurgau verlieren.» Es sei somit eine wichtige Aufgabe, diese Lücke in Bern wieder zu füllen. «Ich bin aber der festen Überzeugung, dass wir in unserer Partei über fähige Persönlichkeiten verfügen, die sich dieser Herausforderung stellen können.» Aus diesem Grund werde in den nächsten Tagen im Rahmen von parteiinternen Gesprächen diese personelle Vakanz besprochen.

Klar ist, dass die SVP Thurgau ihr Mandat halten will. «Als wählerstärkste Partei will sie den Ständeratssitz verteidigen», schreibt sie in einer Mitteilung. Mit 39,9 Prozent Parteistimmen baute die SVP bei den Nationalratswahlen 2015 ihre Parteistärke noch aus. Die Nomination findet an der Delegiertenversammlung der Kantonalpartei vom 19. Februar 2019 statt. Interessierte Persönlichkeiten seien aufgerufen, sich zu melden, schreibt die SVP weiter in der Mitteilung.

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