Aadorfer Feuerwehr erhält einen neuen Mannschaftstransporter von der Wängemer Tony Brändle AG

Am Donnerstagabend erhielt die Feuerwehr Aadorf einen neuen Mannschaftstransporter. Mit dem Fahrzeug verbessert sich nicht zuletzt die Sicherheit bei medizinischen Notfällen.

Olaf Kühne
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Sicherheitsvorsteher Stefan Mühlemann übergibt das neue Fahrzeug seinem Feuerwehrkommandanten Beat Bollinger. (Bild: Olaf Kühne)

Sicherheitsvorsteher Stefan Mühlemann übergibt das neue Fahrzeug seinem Feuerwehrkommandanten Beat Bollinger. (Bild: Olaf Kühne)

Es ist nicht das spektakulärste Fahrzeug in der Garage der Aadorfer Feuerwehr, aber deswegen nicht minder wichtig: Am Donnerstagabend überreichte der Aadorfer Vizegemeindepräsident und Sicherheitsvorsteher Stefan Mühlemann anlässlich eines Apéros seinem Feuerwehrkommandanten Beat Bollinger die Schlüssel für den neuen Mannschaftstransporter.

Das alte Fahrzeug hatte zwanzig Jahre auf dem Buckel und erfüllte zudem schlicht die gesetzlichen Vorgaben nicht mehr. «Die Motorspritze auf dem Anhänger, die wir ebenfalls ersetzt haben, stammte gar aus dem Jahr 1964», erklärt Bollinger den Bedarf. «Und im alten Mannschaftstransporter gab es beispielsweise keine Sicherheitsgurte für die Passagiere.» Wichtig sei für die Aadorfer Milizfeuerwehr zudem, dass sie auch Fahrzeuge im Bestand habe, die für jeden fahrbar seien, also auch ohne Lastwagenprüfung.

Der neue Transporter dient, wie schon der alte, für Shuttlefahrten und Übungen. Mit seiner Ausrüstung stellt er indes auch ein Novum dar: «Wir haben jetzt erstmals einen Defibrillatoren, Sauerstoff und weitere Sanitätsausrüstung an Bord», sagt Bollinger. «Vorher mussten wir dieses Equipment vor jedem Einsatz erst aus dem Depot holen.» Dabei zähle insbesondere bei sogenannten First-Responder-Einsätzen, sprich, bei medizinischen Notfällen wie Atem- oder Herzstillständen buchstäblich jede Sekunde. «Mit dem neuen Fahrzeug sind wir im Idealfall innert dreier Minuten vor Ort. Das ist schon toll.»

«Sie haben sich für Schweizer Handwerk entschieden, für Thurgauer Handwerk, für Nachbarshandwerk.»

Lobende Worte fand am Donnerstag auch Stefan Mühlemann. In seiner Ansprache bedankte er sich für das Vertrauen, welches die Feuerwehr in der Bevölkerung und im Gemeinderat geniesse. Es sei denn auch kaum je ein Problem, diesbezügliche Anträge oder Vorlagen in der Behörde oder bei Abstimmungen durchzubringen. «Eine gute und zeitgemässe Ausrüstung ist nicht nur für die Arbeit unserer Feuerwehr wichtig, sondern auch eine verdiente Motivationsspritze für die Mannschaft, ein Zeichen der Wertschätzung.»

Letztere spürte auch Fahrzeugbauerin Claudia Brändle von der Wängemer Tony Brändle AG. Auch sie bedankte sich in ihrer Rede und sagte: «Sie haben sich für Schweizer Handwerk entschieden, für Thurgauer Handwerk, für Nachbarshandwerk.»

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