Nach Leitungsschaden: Das Eschliker Wasser ist trotz Chlorgeruch trinkbar – einige Massnahmen sollten Einwohner aber beachten

Eine beschädigte Leitung zwischen Pumpwerk und Reservoir hat in Eschlikon das Trinkwasser verunreinigt. Gefährlich war das Wasser laut Behörden und Technischem Werk indes nie.

Olaf Kühne
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Auch das Trinkwasser aus dem Brunnen am Eschliker Hangweg riecht derzeit nach Chlor.

Auch das Trinkwasser aus dem Brunnen am Eschliker Hangweg riecht derzeit nach Chlor.

(Bild: ZVG)

«Nach Einschätzung der Behörden besteht derzeit keine Gesundheitsgefährdung.» Der wohl wichtigste Satz findet sich in der Mitte der Mitteilung, welche die Gemeinde Eschlikon am Dienstagmorgen früh ihren Einwohnerinnen und Einwohnern über den «digitalen Dorfplatz» Crossiety zukommen liess.

Die Ursache der Meldung liegt indes bereits zwei Wochen zurück. Laut den Technischen Werken erlitt eine Wasserleitung vom Pumpwerk Büfelden zum Reservoir Buchhalden am 8. September einen Schaden. Zehn Tage später sei dann die Anzahl der Keime im Trinkwasser derart stark angestiegen, dass Massnahmen erforderlich wurden: Das betroffene Reservoir wurde von Hand gereinigt, das gesamte Leitungsnetz durchgespült. Um die verbleibenden Keime abzutöten, erfährt das Trinkwasser nach wie vor eine Behandlung mit Chlor.

«Sicherheitshalber gehen wir davon aus, dass das ganze
Gemeindegebiet betroffen ist.»

Es ist denn auch dieser Chlorgeruch, der die Gemeinde zur Kommunikation veranlasste. Auf Anfrage unserer Zeitung stellt Werkleiter Max Zumbühl klar: «Wir reden hier nicht von Kolibakterien. In einem solchen Fall hätten wir gleich alle Leitungen abgestellt.» Zumbühl weiss nicht, ob das ganze Gemeindegebiet betroffen ist, sagt aber: «Sicherheitshalber gehen wir einfach davon aus.» Breit kommuniziert habe man, um bei den Kundinnen und Kunden Irritationen wegen des Geruchs zu vermeiden. Und um sie darüber hinaus doch auch zum Handeln aufzufordern. So sollen die Eschliker alle ihre Wasserhähne einige Minuten laufen lassen und Boiler, die nicht sowieso schon auf mindestens 60 Grad eingestellt sind, wenigstens einmal auf die Temperatur erhitzen. Und nicht zuletzt raten die Technischen Werke davon ab, das gechlorte Wasser für Aquarien zu verwenden.

Laut Max Zumbühl befinden sich derzeit Wasserproben von 20 Entnahmestellen im kantonalen Labor. «Diese Resultate erwarten wir am Donnerstag.»

Hinweis
Die Technischen Werke Eschlikon erteilen Auskünfte unter
071 973 99 27.