Nach der Fernsehsendung
«Bauer, ledig, sucht...»: Happy End für den Gündelharter Landwirt Rolf Meier und Pflegefachfrau Greta Strobel aus Friedrichshafen

Die aktuelle Staffel der Landwirte-Kuppelshow «Bauer, ledig, sucht...» ist ausgestrahlt. Der Thurgauer Teilnehmer Rolf Meier hat mit seiner Hofdame das Glück gefunden. Es wird bereits von Heirat gesprochen.

Margrith Pfister-Kübler
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Das Glück ist ihnen ins Gesicht geschrieben: Hofdame Greta Strobel und ihr Bauer Rolf Meier.

Das Glück ist ihnen ins Gesicht geschrieben: Hofdame Greta Strobel und ihr Bauer Rolf Meier.

Bild: Margrith Pfister-Kübler

Gefühle für die Hofdame, darüber darf aber noch nichts ausgeplaudert werden. Das war im Juli. Das war die Zeit, als Landwirt Rolf Meier aus Gündelhart seine Hofdame in seinem stilvollen Bauernhaus als Gast aufnahm und die TV-Leute von Sendung «Bauer, ledig, sucht...» mit den Dreharbeiten durchstarteten.

Meier wohnt in der oberen Etage mit eigenem Zugang, die Eltern Käthi und Hansueli Meier im Parterre. Im Meier'schen Stall: 26 Kühe, vier Kälber und 28 Sauen. Meier sagte damals zur Wahl seiner Hofdame: «Sie hat Interesse an mir, deshalb hat sie den Zuschlag bekommen. Ob wir uns näherkommen, bleibt offen.» Der Rest blieb geheim (unsere Zeitung berichtete).

Er im Sternzeichen Löwe, sie im Sternzeichen Fisch

Screenshot aus der Fernsehsendung.

Screenshot aus der Fernsehsendung.

Bild: PD

Inzwischen ist mit den Dreharbeiten alles durch. Die 17. Staffel «Bauer, ledig, sucht...» wurde von der CH Media TV AG ausgestrahlt. Im Rückblick lächelt das Paar glücklich: der 40-jährige Rolf Meier und die 28-jährige Greta Strobel; er im Sternzeichen Löwe, sie im Sternzeichen Fisch. Beide sind jetzt überzeugt, dass sie den Partner respektive die Partnerin fürs Leben gefunden haben.

«Ah, Ihr Gesicht kenne ich doch. Sind Sie nicht die von der Fernsehsendung ‹Bauer, ledig, sucht...›?»

Das werde sie viel gefragt, meint Greta Strobel mit einem Strahlen wie auf Glückswolken. Sie sitzt am Esstisch mit ihrem Glück, dem Bauer Rolf Meier, der auch Präsident der evangelischen Kirchgemeinde Mammern ist.

«Ja, seit September wohnt Greta definitiv bei mir.»

Das betont Rolf Meier mit einer Stimmlage, als hätte er das Drehbuch der Liebe erfunden. Und die gelernte Pflegefachfrau Greta Strobel steht bereits im Einsatz bei der Spitex Müllheim. Zuvor hat die aus Friedrichshafen am Bodensee stammende Greta Strobel in Horw im Kanton Luzern gearbeitet.

Das Paar mit den Pferden von Greta Strobel.

Das Paar mit den Pferden von Greta Strobel.

Bild: Margrith Pfister-Kübler

Sie sah ihn auf Facebook in einem Video

Doch wie kamen die beiden auf die Idee, sich bei «Bauer, ledig, sucht...» zu melden? «Ich war schon längere Zeit Single. Mit einem 100-Prozent-Pensum im Pflegebereich und zwei Pferden, da bleibt keine Zeit, um jemanden kennen zu lernen. Als ich im Facebook ein Video von Rolf sah, fragte ich, ob der noch zu haben ist», sagt Greta Strobel. Für Rolf Meier war die Option «Bauer, ledig, sucht...» eine Möglichkeit, wo man alles einschnaufen, an allem partizipieren, sich allem öffnen kann, eine letzte Möglichkeit, eine Auswahl zu haben. Er sagt:

«So eine Hofwoche ist wie ein Jahr Kennenlernen in einer Woche. Man ist 24 Stunden zusammen – und abends, wenn die Kamera weg ist......»
Screenshot aus der Fernsehsendung.

Screenshot aus der Fernsehsendung.

Bild: PD

Er schmunzelt vor sich hin, schweigt, blickt hinaus in die Bilderbuchlandschaft, die milde Weite von Gündelhart: «Es braucht schon auch ein bisschen Glück.» Bereits am ersten Abend haben sie gemeinsam gekocht. Hirsch- oder Rehragout mit Preiselbeeren ist Gretas Lieblingsmenu. Doch es gab an diesem Abend Pizza, selbst belegt mit frischen Zutaten, den Teig gekauft im Volg-Dorfladen. Dazu Rotwein. «Den habe ich mitgebracht», lacht Greta Strobel, die nur gemeinsam mit ihren zwei Pferden zu haben war. Beide outen sich als gute Köche. Beim ersten Anstossen mit dem Rotwein habe sie Rolf tief in die Augen geschaut:

«Er hat so ehrlich geguckt, da habe ich die laufende Kamera gar nicht mehr gemerkt.»

«Wenn es anderen gut geht, geht es mir auch gut», so Rolf Meier auf sein Lebensklima schauend. Greta Strobels zwei Pferde sind bei der Nachbarin in Stall und Weide bereits heimisch. Im gegenseitigen Respekt gehen Meier und Strobel ihre Zukunft an.

Vielleicht wird schon nächstes Jahr geheiratet

Dekan Arno Stöckle ist schon mit dem Velo zu Besuch gekommen. Heirat in Sicht? Nächstes Jahr? «Mir lueget, ob Dekan Stöckle Zeit hat», sagt das verliebte Paar wie aus einem Munde. Ja, und 2022 werde noch ein Gemüsegarten angelegt. «Greta redet auch viel mit unseren Kühen», sagt Meier und sie lobt, dass in der Landwirtschaft Ursache und Wirkung sichtbar ist. «Man sieht, was man tut», erklärt Strobel. Das schätze sie auch in ihrem Pflegeberuf.

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