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Nach dem Hochwasser nun der Bypass für den Frauenfelder Stadtbach

Eine neue Entlastungsleitung zwischen Feuerwehrdepot und Murgkanal soll Überschwemmungen des Frauenfelder Stadtbachs wie im Juni 2018 verhindern.
Stefan Hilzinger
Schäden durch den hochgehenden Stadtbach im Frauenfelder Feuerwehrdepot im Juni 2018. (Bild: PD)

Schäden durch den hochgehenden Stadtbach im Frauenfelder Feuerwehrdepot im Juni 2018. (Bild: PD)

Wo der Stadtbach im Pfaffenholz an der Oberfläche plätschert, ist er durchaus idyllisch. Doch der eingedolte Abschnitt im Unterlauf hat schon öfters für Ärger und Unkosten gesorgt – letztmals im Juni vor einem Jahr, als der unsichtbare Bach nach heftigen Regenfällen das Feuerwehrdepot und eine Turnhalle der Sekundarschule Reutenen flutete. Doch nun sollen die gut hundert untersten Meter vor dem Einlass des Bachs in die Murg entschärft werden. Aktuell liegt das Projekt einer Entlastungsleitung vom Feuerwehrdepot bis unterhalb des alten Werkhofes öffentlich auf.

Peter Sutthoff, Oberbauleiter. (Bild: PD)

Peter Sutthoff, Oberbauleiter. (Bild: PD)

900 Millimeter im Durchmesser und knapp hundert Meter lang ist das geplante Rohr. Es soll die Wassermengen aufnehmen, die nicht von der bestehenden Leitung unterhalb der St.Gallerstrasse bewältigt werden können – also etwa nach den sich häufenden Starkniederschlägen. Nach dem Wasserinfarkt im Sommer vor einem Jahr legt die Stadt nun also einen Bybass. Der Vergleich mit der Humanmedizin ist für Oberbauleiter Peter Sutthoff vom Amt für Tiefbau und Verkehr durchaus zutreffend.

«Der Bau der Leitung ist nach den Sofortmassnehmen vom vergangenen Sommer nun das erste von mehreren Hochwasserschutzprojekten am Stadtbach», sagt Sutthoff. Nach Möglichkeit möchte die Stadt das Bauvorhaben noch in diesem Herbst realisieren. Vorerst gelte es die Auflage abzuwarten, die noch bis 4. September dauert. Die unterirdische Leitung soll im sogenannten Bohr-Pressvortrieb erstellt werden, das heisst nahezu ohne Erdarbeiten. «Da an der St.Gallerstrasse derzeit ohnehin gebaut wird, wäre es ideal, die Leitung nun grabenlos zu verlegen», sagt Sutthoff.

Eindolung wohl in den frühen 1950er-Jahren

Wann genau die Stadt den Stadtbach ab Höhe Transportfirma Rieser & Vetter bis zur Einmündung in die Murg unter den Boden verlegen liess, weiss Oberbauleiter Sutthoff nicht. «Es muss in der ersten Hälfte der 1950er-Jahre gewesen sein», sagt er. Auf einer Karte von 1945 sei er noch oberirdisch eingetragen. 1957 sei der Bach dann von der Landkarte verschwunden.

Laut Eidgenössischen Gewässerschutzgesetz müssten eingedolte Fliessgewässer eigentlich freigelegt und renaturiert werden. «In diesem Abschnitt kommt das aber aufgrund der örtlichen Verhältnisse nicht in Frage», sagt Sutthoff. Die alte Eindolung verläuft ab Feuerwehrdepot unter der St.Gallerstrasse hindurch und dann in einem Wiesenbord zwischen Pfarreizentrum Klösterli und altem Werkhof tief unter dem Boden. «Die neue Leitung liegt zwar leicht höher als die alte aber immer noch mindestens vier Meter tief.»

In diesem Bord zwischen Pfarreizentrum Klösterli (links) und altem Werkhof wird die neue Entlastungsleitung für den Stadtbach erstellt. Bild: Stefan Hilzinger

In diesem Bord zwischen Pfarreizentrum Klösterli (links) und altem Werkhof wird die neue Entlastungsleitung für den Stadtbach erstellt. Bild: Stefan Hilzinger

Die Kosten für die Entlastungsleitung beziffert Sutthoff auf total 740'000 Franken. Auf die Stadt Frauenfeld entfallen rund 300'000 Franken, den Rest finanzieren Kanton und Bund. Als nächstes soll nun das Hochwasserschutzprojekt beim Beginn der Eindolung oberhalb Rieser&Vetter aufgegleist werden. Weiter soll anschliessend der Hochwasserschutz im Bereich zwischen General-Weber- und Unterer Weinackerstrasse verbessert werden.

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