Nach 29 Jahren: Aadorfer Schützenpräsident tritt ab

Kurt Heider übergab das Präsidium der «Vereinigten Schützen Aadorf» an Philipp Brändle.

Kurt Lichtensteiger
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Kurt Heider (rechts) gratuliert seinem Nachfolger Philipp Brändle zur Wahl.

Kurt Heider (rechts) gratuliert seinem Nachfolger Philipp Brändle zur Wahl.

Bild: Kurt Lichtensteiger

Im Mittelpunkt einer denkwürdigen Generalversammlung der «Vereinigten Schützen Aadorf», stand der langjährige Präsident Kurt Heider, der zurücktrat. Hans Rusch würdigte seine Verdienste: Die 49-jährige Vorstandstätigkeit, vorerst als Aktuar, darauf 29 Jahre als Präsident, lassen zweifellos auf eine tiefe Verbundenheit zum Schiesssport hindeuten. Viele Schützenfeste auf dem hauseigenen Stand «Steig» und das Thurgauer Kantonale vor zwei Jahren waren ebenso eine Herkulesaufgabe, die Kurt Heider als OK-Chef mit Bravour meisterte. Die Erweiterung von 10 auf 14 Scheiben, die Fusion der beiden Vereine Aadorf und Guntershausen, der Neubau der Schiessanlage und die Statutenrevision seien weitere Herausforderungen im Ehrenamt gewesen, bekräftigte der Laudator.

Zum Dank überreichte er Kurt Heider einen Gutschein für eine Übernachtung auf dem Säntis, mit allem Drum und Dran. Eingeschlossen ist auch die Benutzung der Seilbahn, denn obwohl als berggängig und ehemaliger Waffenläufer bekannt, dürfte sich der nun verabschiedende Schützen-Präsident kaum mehr auf einen derart beschwerlichen Aufstieg machen. Der im Volksmund mit einem Zusatz auch als Kieswerk-Heider bezeichnete Aadorfer geizte im Übrigen nicht mit ausgefallenen Ideen, so etwa als Besitzer eines Panzers-68 und von diversen Oldtimer-Fahrzeugen.

Mit Freude und anerkennendem Beifall hiessen die gut 30 Schützen den einstimmig gewählten Nachfolger Philipp Brändle willkommen. Ein solider Bestand von Aktivmitgliedern, gesunde Finanzen und eine ansprechende Infrastruktur weisen auf Beständigkeit hin. Schliesslich waren die Genehmigung des Jahresberichts und die Bestätigung der bisherigen Vorstandsmitglieder nurmehr Formsache. Zu erfahren war zudem, dass gemäss der Vertragsausarbeitung die Schützengesellschaft Balterswil-Ifwil noch bis zum Jahr 2023 Gastrecht in Aadorf geniessen kann. In Absprache mit den beiden politischen Gemeinden soll jedoch ein definitives Bleiberecht angestrebt werden.