Glosse

Mutmasslicher Wink mit dem Zaunpfahl - von den Hinterthurgauer Parteien und an die Hinterthurgauer Parteien

Südsicht auf die zunehmende Umtriebigkeit der Hinterthurgauer Parteien im Vorfeld der Wahlen.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

So langsam aber sicher steuern wir schnurstracks auf allerlei Wahlen zu. Bezirksrichterinnen und -richter hoffen in einem Monat auf die Wählergunst, Kantonsrätinnen und Kantonsräte – und mit ihnen ganz, ganz viele, die das auch mal sein möchten – sind dann Mitte März an der Reihe.

Trotz dieser Bälde bleiben wir bis anhin von den unsäglichen Kopfplakaten am Wegesrand verschont. Pessimisten gehen allerdings davon aus, dass sich das leider sehr bald noch ändern wird.

Untrügliches Indiz für bevorstehende Wahlen ist indes auch die drastisch steigende Anzahl an Medienmitteilungen. In unserem Fall kommen sie von Bezirks- und Ortsparteien. Manche sind ein klitzekleines bisschen gehaltvoller als andere. Einen journalistischen Anspruch an «wirklich vermeldenswerte News» erfüllen sie hingegen kaum je – bei aller Sympathie für die Umtriebigkeit der Parteien.

Unterwegs in dreiköniglicher Mission: Kantonsrat Kilian Imhof mit Novizinnen und Novizen der CVP Hinterthurgau am Bahnhof Eschlikon.

Unterwegs in dreiköniglicher Mission: Kantonsrat Kilian Imhof mit Novizinnen und Novizen der CVP Hinterthurgau am Bahnhof Eschlikon.

(Bild: ZVG)

Am härtesten hat es hierbei die Novizen der CVP getroffen. In aller Herrgottsfrühe mussten sie am Montagmorgen am Bahnhof Eschlikon antraben. Ihre Mission: 300 Dreikönigskuchen unters pendelnde Wahlvolk bringen. Ob diese doch sehr christliche Aktion auch ein Zaunpfahlwink an die nationale Partei war, das C doch bitte im Parteinamen zu belassen, ist nicht überliefert.

Die Hinterthurgauer FDP-Kandidatinnen und -Kandidaten machen es sich mit Regierungsrat Walter Schönholzer in der Münchwiler Villa Sutter gemütlich.

Die Hinterthurgauer FDP-Kandidatinnen und -Kandidaten machen es sich mit Regierungsrat Walter Schönholzer in der Münchwiler Villa Sutter gemütlich.

(Bild: ZVG)

Wahrscheinlich entspannter, ganz sicher aber geheizter gingen die Freisinnigen die Sache an. Sie trafen sich in der Villa Sutter zum Neujahrs-Apéro. Zwar ohne Dreikönigs- oder andere Kuchen fürs gemeine Volk, aber schon auch eine Meldung wert – irgendwie.

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