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«Mein Diessenhofen»: Ein buntes Kaleidoskop an Ansichten

Das Museum Kunst + Wissen in Diessenhofen hat am Sonntag sein fünfjähriges Bestehen gefeiert und gleichzeitig die neue Ausstellung namens «Mein Diessenhofen» eröffnet. Sie ist noch bis Ende September zu sehen.
Thomas Brack
Aus Anlass des Jubiläums flatterten rote Stoffbahnen am Hänkiturm. (Bild: Thomas Brack)

Aus Anlass des Jubiläums flatterten rote Stoffbahnen am Hänkiturm. (Bild: Thomas Brack)

Elan und Herzblut: Das waren die Substantive, welche Stadtpräsident Markus Birk am Sonntag anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Museums Kunst + Wissen im Oberen Amtshaus am Rhein hervorgehoben hat. Die Worte richtete Birk vor den rund 50 Interessierten an Kuratorin Helga Sandl. Zwölf Wechselausstellungen belegen das Engagement der Kuratorin während der bisherigen Zeit.

Sandl ihrerseits bedankte sich bei allen Hüterinnen und Hütern, Künstlerinnen und Künstlern und nicht zuletzt bei der Stadtgemeinde, die sie in all den Jahren unterstützte.

Ein Panoramabild vom Moment bis zur Vision

Helga Sandl, Kuratorin. (Bild: Thomas Brack)

Helga Sandl, Kuratorin. (Bild: Thomas Brack)

«Wie verschieden der künstlerische Blick auf unsere Stadt ist, ist einfach wunderbar und gleichzeitig huschte mir immer wieder auch ein Lächeln übers Gesicht, weil sich Motive und Stimmungen auf ganz eigene Weise doch wiederholen, sich Zusammenhänge ergeben», sagte Sandl. Es sei ein Panoramabild entstanden, das von der Momentaufnahme bis zur Vision reiche.

Im historischen Teil ergaben sich Schwerpunkte bei August Schmid, Alfred Weber und Adolf Ott. Alle drei Zeichner und Maler wurden entweder in Diessenhofen geboren oder haben im Rheinstädtchen gelebt. Beim Museumseingang standen verschiedene Darstellungen des Hänkiturms im Mittelpunkt, den die Rotfärberei einst zur Trocknung benutzte. Und das Wetter machte es möglich, am Original die eigens zum Jubiläum aufgehängten roten Stoffbahnen – wie anno dazumal – im Wind flattern zu lassen.

Erfolgreiche Mitmachaktion

Es war eine tolle Erfahrung für Helga Sandl, wie viele Bürgerinnen und Bürger sich an der Mitmachaktion «Zeig mir dein Diessenhofen» beteiligt haben. Am Ende konnten in der Ausstellung gar nicht alle Exponate gezeigt werden, weil der Platz nicht ausreichte. Aus der Vielzahl an Trouvaillen – darunter die älteste Fotografie von Diessenhofen –kombinierte Sandl eine Auswahl, die kleine Geschichten ergaben.

«Ein Ort lebt von seinen Menschen sowie ihren Erinnerungen und Andenken»

meinte Sandl. Sie habe vor, weitere Gegenstände und Geschichten zu sammeln, welche über besondere Erlebnisse berichten. «Die Fortführung soll besonders dem Alltag gewidmet sein», betonte die Kuratorin.

Im oberen Wechselausstellungsraum ist zeitgenössische Kunst in Bezug auf Diessenhofen zu sehen, unter anderem Herbert Kopainigs Interpretationen zum Wilden Mann, Momentaufnahmen aus der Badi von Simone Kappeler, Gianni Kuhns Installation mit Flaschenpost, Peter Kamms stimmungsvolle Ansichten der Stadt, Richard Tisserands Bild-in-Bild-Situation, Erich Brändles Wasserspiegelungen und Rheinblicke sowie Tatjana Brocks Langzeitprojekt – diverse Momentaufnahmen im Vorbeigehen oder Vorbeifahren.

«Nicht immer muss es ein romantisch verklärter Blick sein wie auf alten Gemälden, es darf auch das Leben, der Alltag selbst sein, die kleinen Dinge, die einen erfreuen oder ärgern», meint Helga Sandl zur sorgfältig konzipierten Ausstellung. Und auch Kritik habe ihren Platz in der Kunst.

Hinweis: Die Ausstellung dauert noch bis 29. September, Museum Kunst + Wissen, Museumsgasse 11, Diessenhofen

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