Glosse

Murgspritzer: Willkommen im Club!

Die einzige Thurgauer Stadt, die mit W beginnt? Winterthur! Das jedenfalls ist westlich der Reuss die Wahrheit. Sagt TZ-Redaktor Stefan Hilzinger.

Stefan Hilzinger
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Ein Drohnenbild der zukünftigen Stadt Weinfelden. (Bild: Reto Martin)

Ein Drohnenbild der zukünftigen Stadt Weinfelden. (Bild: Reto Martin)

Seit vergangenem Wochenende ist es offiziell: Weinfelden, der Marktflecken am Fuss des Ottenbergs, wird zur Stadt – zumindest ist das die offizielle Bezeichnung in der neuen Gemeindeordnung. Max Vögeli dürfte zum ersten Stadtpräsidenten werden. Eine Woche vor der Wega wahrlich eine tolle Nachricht für die heimliche Hauptstadt des Kantons. Herzlich willkommen im Club!

Stefan Hilzinger, Redaktion Thurgauer Zeitung, Frauenfeld

Stefan Hilzinger, Redaktion Thurgauer Zeitung, Frauenfeld

Zwar müssen sich die urbanen Weinfelder noch rund ein Dreivierteljahr gedulden, bis sie die Korken wirklich knallen lassen können. Ab 1. Juni 2019 gilt die neue amtliche Sprachregelung für das Dorf, von wo aus der Pfarrer und Publizist Thomas Bornhauser einst der ersten modernen, liberalen Verfassung für unseren Kanton auf die Welt verhalf.

Weinfelden macht seinem Namen als Stadt alle Ehre. Es gibt ein festes Theaterhaus, zwei bemerkenswerte Kirchen und ein halbes Dutzend Tankstellen sowie Einkaufszentren. Die Stadt Weinfelden ist ein Eisenbahnknotenpunkt, was die Hauptstadt nicht von sich behaupten kann. Und ja, der Ottenberger ist klar besser als der hiesige Holderberger.

Ein Problem allerdings bleibt, trotz sprachlichem Upgrade. Auf die Frage, nach einer Thurgauer Stadt mit «W», antwortet die Mehrheit der Deutschschweizer westlich der Reuss halt weiterhin mit – Winterthur.

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