Münchwiler Schulbehörde bringt Schulhausneubau an die Urne

Im Oktober befinden die Münchwiler über die Erweiterung des Schulzentrums Oberhofen.

Olaf Kühne
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Das Projekt «Baloo» der Zürcher Architekten Allemann Bauer Eigenmann kommt am 20. Oktober an die Urne. (Bild: ZVG)

Das Projekt «Baloo» der Zürcher Architekten Allemann Bauer Eigenmann kommt am 20. Oktober an die Urne. (Bild: ZVG)

So ganz reibungslos gab’s schon den Planungskredit nicht. Im vergangenen November beantragte die Münchwiler Schulbehörde 585'000 Franken für die Projektierung ihres aktuellen Bauvorhabens, die Erweiterung des Schulzentrums Oberhofen um einen zweigeschossigen Neubau mit drei Kindergarten- und sechs Primarschulzimmern. Um Sinn oder Unsinn des Projektes namens «Baloo» entspann sich damals eine längere und teils gehässige Diskussion. Mit 91 Ja- zu 54 Nein-Stimmen kam der Kreditantrag schliesslich aber doch durch.

Seither habe sich die Baukommission in Zusammenarbeit mit Fachplanern und Architekturbüro «intensiv mit der Ausarbeitung eines möglichst genauen Kostenvoranschlages beschäftigt», schreibt Schulpräsident Lukas Weinhappl in einer Mitteilung. Den Betrag, über welchen die Münchwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nun am 20. Oktober an der Urne befinden werden, benennt Weinhappl indes noch nicht. Im vergangenen Herbst war von acht bis zehn Millionen Franken die Rede.

Zusätzliche Abstimmung an Gemeindeversammlung

Spätestens mit dem Versand der Abstimmungsunterlagen Ende September wird der genaue Baukredit indes bekannt sein, stellt Weinhappl in Aussicht. Die Summe werde nebst dem eigentlichen Bau auch Umgebungsarbeiten sowie «betrieblich zwingende Umbaumassnahmen» in den Schulhäusern 2 und 3 abdecken. An einer diesbezüglichen Informationsveranstaltung am 2. Oktober (19.30 Uhr, Aula) will die Schulbehörde zudem die Abstimmungsvorlage vorstellen.

Mit dem Urnengang vom 20. Oktober wird sich das Thema für den Souverän noch nicht erledigt haben. Denn «weitere, ebenfalls notwendige Unterhaltsmassnahmen» seien vom Baukredit abgespalten worden, schreibt Weinhappl weiter – «aus Gründen der Kostentransparenz». So würden die Kosten für den Ersatz der 30-jährigen Heizung durch den Anschluss an das Fernwärmenetz, eine «brandschutzmässige und arbeitshygienische Ertüchtigung» des Aula-Gebäudes und schliesslich die Anpassung des Aussenspielraumes des bestehenden Doppelkindergartens an der Schulstrasse an den Neubau separat und erst an Gemeindeversammlung vom 27. November vorgelegt.