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Münchwiler lehnen Landverkauf ab, sagen aber klar Ja zu neuem Schulhaus

58 Prozent der Münchwiler Stimmbürger wollen die gemeindeeigenen Liegenschaften an der Waldeggstrasse nicht für 3,4 Millionen Franken verkaufen.
Olaf Kühne
Das Projekt «Baloo» sieht einen Neubau zwischen der Münchwiler Schul- und der Urbanstrasse vor. (Bild: Allemann Bauer Eigenmann Architekten AG)

Das Projekt «Baloo» sieht einen Neubau zwischen der Münchwiler Schul- und der Urbanstrasse vor. (Bild: Allemann Bauer Eigenmann Architekten AG)

Trotz des kontrovers geführten Abstimmungskampfes ist das Resultat überraschend deutlich: 58 Prozent der Münchwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger erteilen der Vorlage ihres Gemeinderates eine Abfuhr.
Die Behörde hatte vorgeschlagen, die drei gemeindeeigenen, maroden Liegenschaften an der Waldeggstrasse für 3,4 Millionen Franken an die Frauenfelder Investorin HRS Real Estate AG zu verkaufen. Diese hätte auf dem Areal eine Überbauung mit mindestens 30 Eigentumswohnungen realisiert.

Das Unternehmen reagierte noch am Sonntagnachmittag mit einer schriftlichen Stellungnahme auf den Volksentscheid. «HRS Real Estate nimmt diese Mehrheitsmeinung so zur Kenntnis und zieht ihr Angebot für den Erwerb der Liegenschaften und die Erstellung des Projektes ‹Riverenza› hiermit offiziell zurück», schreibt die Investorin und drückt darüber hinaus ihr Bedauern aus.

Gemeinderat nimmt Gegner in die Pflicht

Gemeindepräsident Guido Grütter wiederum nimmt namens des Gemeinderates die Gegner der Vorlage in die Pflicht: «Diese neue Ausgangslage ist jetzt die Chance vor allem für jene, die den Vorschlag des Gemeinderates abgelehnt haben, sich mit konkreten und machbaren Vorschlägen in die weitere Diskussion einzubringen.»

Ging es doch bei der Vorlage nicht einfach um einen Landverkauf. Vielmehr wollte der Gemeinderat mit seiner Vorlage mehrere Probleme lösen. So besteht bei allen auf dem Areal stehenden Liegenschaften dringender und zugleich millionenschwerer Sanierungsbedarf. Vor allem aber ist einem Gebäude der kommunale Werkhof einquartiert. Und weil der Bau dafür nicht sonderlich gut geeignet ist, arbeiten die Werkhofmitarbeiter seit längerem unter erschwerten Bedingungen. Der Gemeinderat wollte denn auch mit einem Teil des Verkaufserlöses einen neuen Werkhof bauen.

Gegen die Vorlage hatten sich die beiden Ortsparteien Grüne und SVP ausgesprochen. Deren Parteipräsidentinnen waren gestern Sonntagnachmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Unbestritten war gestern hingegen die zweite Vorlage in Münchwilen: Die Schulbehörde kann für 9,78 Millionen Franken im Schulzentrum Oberhofen einen zweigeschossigen Neubau realisieren. 64 Prozent der Stimmbürger stellten sich hinter das Vorhaben.

Schulpräsident Lukas Weinhappl zeigte sich denn auch namens Schulbehörde und Baukommission «erfreut über dieses tolle Resultat» und gab zugleich den Zeitplan bekannt: Im kommenden Frühling will die Baukommission die Handwerkerarbeiten vergeben, im Winter 2020 soll bereits der Rohbau stehen – und im Sommer 2021 schliesslich will die Schulgemeinde den Neubau einweihen.

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