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Dreckeln bis zum Abbruch am Motocross in Wängi

Regen, Dreck und Schlamm sorgten beim Wängemer Motocross in Anetswil für viel Spektakel und für eine unbefahrbare Strecke. Am Sonntag mussten alle Rennen abgesagt werden.
Christoph Heer
Ein Motocross-Fahrer kämpft sich über die aufgeweichte Strecke in Anetswil. (Bild: Christoph Heer)

Ein Motocross-Fahrer kämpft sich über die aufgeweichte Strecke in Anetswil. (Bild: Christoph Heer)

Was für eine Show, was für eine dreckige Angelegenheit, was für ein Spass. Letztgenanntes gilt jedoch nicht für alle. Denn diejenigen Fahrer, die ihre Maschine unfreiwillig in den Dreck gelegt hatten, bekundeten grösste Mühe, diese wieder aufzurichten. Das Gewicht der Motocrossmaschinen verdoppelt sich auf der derart durchnässten Piste in Anetswil augenscheinlich. Ein Lauf über 15 Minuten kommt für die Fahrer einer Herkulesaufgabe gleich. Kaum ein Fahrer, etwa in der U20-Kategorie, der nicht stürzte.

Doch das gehört zum Motocross. Das ist nichts für schwache Nerven, oder solche, die sich zu schade sind, bei Wind und Wetter draussen zu sein. Ein Sport für richtige Männer, ist der Beobachter versucht zu sagen. Beileibe nicht. So starteten auch zahlreiche Frauen in ihrer Kategorie Women Cup – am Samstag aber nur zu einem Wertungslauf.

Bei Anstiegen sind Mensch und Maschine gefordert. (Bild: Christoph Heer)

Bei Anstiegen sind Mensch und Maschine gefordert. (Bild: Christoph Heer)

Äusserst schwierige Bedingungen

Die Sicherheit geht auch beim Wängemer Motocross vor. So entschieden sich Rennleitung und Organisationskomitee am Samstagnachmittag für einen frühzeitigen Rennabbruch. Dass man die unter Neunjährigen bei diesen äusserst schwierigen Bedingungen nicht mehr auf die Piste liess, war klar. Wenig später folgte dann der Entscheid, auch die Frauen und Lizenzierten nicht mehr fahren zu lassen.

«Die Verhältnisse sind prekär und verlangen dementsprechend von Mensch und Maschine alles ab»

sagte OK-Vizechef Roman Gehring. «Der Verschleiss an den Motocrossmaschinen ist bei diesen Bedingungen riesig.» Zudem wollte man hinsichtlich des Sonntags die Strecke schonen.

Für die Zuschauer eine Gaudi

Egal, bei welchen Wetterverhältnissen das Motocross stattfindet, die Organisation und die Durchführung funktionieren stets einwandfrei. Verdientermassen also strömten am Samstagnachmittag trotz Hudelwetter viele Zuschauer an den Pistenrand und feuerten ihre Helden auf zwei Rädern an.

Dutzende Zuschauer verfolgen die Rennen trotz Hudelwetter. (Bild: Christoph Heer)

Dutzende Zuschauer verfolgen die Rennen trotz Hudelwetter. (Bild: Christoph Heer)

Zuweilen oder gar zum Leidwesen der Fahrer, amüsierte sich ein Teil der Zuschauer ob der ungemütlichen Schlammschlacht. «So muss Motocross sein, das ist eben nichts für Weicheier», sagt ein Betreuer aus dem Kanton Aargau. Und ein Besucher aus St. Gallen meint:

«Es bitzeli Dräck mues es doch ha.»

Das Lob richtet sich an die Macher dieses immer noch äusserst beliebten Motorsportanlasses. Von Landbesitzern, Betreuern, Helfern im Hintergrund oder Sportlern – es greifen viele Zahnräder ineinander, ansonsten würde dieser Anlass nicht überleben.

Trotz frühzeitigem Rennabbruch am Samstag mussten Rennleitung und OK wetterbedingt auch sonntags alle Wettkämpfe absagen.

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