Motocross
Doch eine Rückkehr in den Thurgau? Nach Widerstand in Frauenfeld sieht sich der Veranstalter bei Weinfelden nach Motocross-WM-Gelände um

In Frauenfeld stiessen die Rennen der Weltelite ab 2019 auf zu viel Widerstand. Nun fasst der damalige Veranstalter der Motocross-Events das Mowag-Testgelände bei Weinfelden ins Auge. 2022 sollen dort die WM-Läufe wieder stattfinden können.

Silvan Meile
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Motocross-WM-Fahrer 2018 auf dem Gelände der Zuckerfabrik Frauenfeld.

Motocross-WM-Fahrer 2018 auf dem Gelände der Zuckerfabrik Frauenfeld.

Bild: Donato Caspari

Willy Lächerach gibt nochmals Gas. Der Organisator der Motocross-WM-Veranstaltungen von 2016 bis 2018 in Frauenfeld kämpft weiter darum, den Anlass zurück in den Thurgau zu holen. Das berichtet die Internet-Fachzeitschrift Speedweek.com. Dabei habe Läderach ein Testgelände des Rüstungsherstellers Mowag in der Nähe der Kehrichtverbrennungsanlage bei Weinfelden ins Auge gefasst. Darauf liesse sich eine WM-würdige Piste bauen. Noch im April sei eine Konferenz aller Interessengruppen geplant. Mit dabei seien neben dem kantonalen Amt für Raumentwicklung auch die Umweltverbände.

Bis zu 35'000 Zuschauer und eine Direktübertragung von SRF

Vor allem am Widerstand von Umweltverbänden und Anwohnern scheiterten weitere Durchführungen der WM-Läufe bei der Zuckerfabrik in Frauenfeld, die vor bis zu 35'000 Zuschauern ausgetragen und live vom Schweizer Fernsehen übertragen wurden. Der Anlass konnte deshalb 2019 nicht mehr stattfinden. Seither sucht Läderach einen neuen Standort für den internationalen Motocross-Event. Er prüfte mehr als ein Dutzend Optionen - bisher vergeblich.

Willy Läderach, Organisator Motocrossrennen in Frauenfeld.

Willy Läderach, Organisator Motocrossrennen in Frauenfeld.

Bild: Donato Caspari

Nun sollen 2022 die weltbesten Motocrossfahrer auf dem Mowag-Gelände zwischen Weinfelden und Bürglen ihre Runden drehen. Um dafür auf dem privaten Testgelände des Militärfahrzeugherstellers eine nicht permanente Motocross-Piste zu erstellen, sei eine Baubewilligung erforderlich, weiss speedweek.com. «Gegen diese Bewilligung können Anwohner Einsprachen erheben, doch Anwohner gibt es in diesem Fall kaum, unmittelbare Nachbarn sind eine Kerichtverbrennungsanlage und eine Tiefbaufirma.»