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Glosse

Mosttröpfli: Feiertag ohne Bundesrat

In diesem Jahr meiden die sieben Bundesräte den Thurgau. Das war auch schon anders. Aber ganz ohne magistralen Glanz muss der Kanton nicht auskommen.
Sebastian Keller
SVP-Bundesrat Ueli Maurer während seiner Festansprache in der politischen Gemeinde Warth-Weiningen am 1. August 2017. (Bild: Andrea Stalder)

SVP-Bundesrat Ueli Maurer während seiner Festansprache in der politischen Gemeinde Warth-Weiningen am 1. August 2017. (Bild: Andrea Stalder)

Sebastian Keller, Redaktor «Thurgauer Zeitung».(Bild: Mareycke Frehner)

Sebastian Keller, Redaktor «Thurgauer Zeitung».
(Bild: Mareycke Frehner)

Der Thurgau wird umschifft. Kein amtierender Bundesrat findet zum 1. August den Weg in den Bodenseekanton. Am nächsten kommt Karin Keller-Sutter. Die FDP-Magistratin hält in Rorschach eine Ansprache. Falls der Lärmschutzbeauftragte der Hafenstadt Ferien hat, hört man ihre Botschaft vielleicht bis Horn. Doch KKS ist dem Thurgau auch sonst nah. Die Justizministerin wohnt in der heimlichen Hauptstadt des südlichen Thurgaus: Wil (SG).

Fans des zweiten freisinnigen Bundesrats werden erneut enttäuscht. Ignazio Cassis kommt am Nationalfeiertag nicht. Nun wissen wir warum: Der eloquente Aussenminister ist reisefaul. Das fand diese Zeitung heraus. Doch der Thurgau hat einen Trumpf im Ärmel: Cassis liebt es bodenständig, fühlt sich pudelwohl an Volksfesten. Es würde also nicht verwundern, wenn er schon bald an der Siebenschläferparty mit einem «Bilchener Himbeerwy» auf seine Vision «Schweizer Aussenpolitik 2028» anstösst.

Der Thurgau darf aber auch nicht gierig werden. Vor einem Jahr gastierte der damalige Verteidigungsminister Guy Parmelin in Langrickenbach. Ein Jahr zuvor stimmte sein Parteikollege Ueli Maurer in Warth-Weiningen lautstark ins «Thurgauerlied» ein und besang die Schönheit der Thurgauer Frauen. Dazu ein Glas «Saft ohne». Fast zeitgleich läutete Johann Schneider-Ammann auf der Insel Werd die Glocke der Franziskaner. Das hallt nach.

Ganz ohne magistralen Glanz muss der Thurgau aber auch 2019 nicht auskommen. Alt Bundesrat Christoph Blocher beehrt Arbon. Da die Oberthurgauer Feier eigentlich unpolitisch werden sollte, löste dessen Einladung zwar Misstöne im Städtchen aus. Doch der SVP-Übervater ist im Thurgau gar nicht immer in politischer Mission unterwegs. Vor bald 52 Jahren gab er seiner Silvia in der Kirche zu Weinfelden das Jawort. Länger währt nur seine Liebe zur Schweiz.

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