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Mona Vetsch besucht die Kinderkrebsstation in St.Gallen: "Es sind lauter kleine Kämpfer"

In der zweiten Staffel der Sendung "Mona mittendrin" besucht die Thurgauer Moderatorin Mona Vetsch die Kinderkrebsstation in St.Gallen. Sie ist tief beeindruckt von den tapferen Kindern.
Maya Mussilier
Mona Vetsch (links) mit Mattia (rechts) und seiner Familie. (Bild: SRF)

Mona Vetsch (links) mit Mattia (rechts) und seiner Familie. (Bild: SRF)

In einer Box findet die Moderatorin Mona Vetsch aus Wäldi einen Hinweis, bevor sie loszieht. Wo genau in der Schweiz ihre Fahrt enden wird, weiss sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auch in der zweiten Staffel von «Mona mittendrin», die ab 20. September auf SRF 1 ausgestrahlt wird, weiss die Moderatorin nur, dass sie am Zielort drei Tage verbringen wird. Diese Fahrt, die sie ins Kinderspital nach St.Gallen bringen wird, dürfte Mona Vetsch in Erinnerung bleiben.

«Die intensivsten Drehtage meines Lebens»

Mit dem Kamerateam geht es in die Krebsstation für Kinder, wo Mona Vetsch auch die drei Thurgauer Buben Mattia, Jaime und Finn kennen lernen wird. Drei Buben, die liebend gerne Fussball spielen, auf Bäume klettern oder mit dem Velo durchs Quartier fahren würden. Doch dies ist zurzeit nicht mehr möglich. Denn alle drei haben Krebs und müssen eine Chemotherapie nach der anderen über sich ergehen lassen. Die Moderatorin gibt zu:

«Ich hatte schon ein bisschen Angst am Anfang.»

Doch dies sei völlig unnötig gewesen. «Die Kinder und ihre Familien haben mich herzlich und entwaffnend offen empfangen», erzählt sie. Ihr Vertrauen habe sie tief berührt. «Und oft hatten wir es sehr lustig, das würde man im Spital ja auch nicht erwarten.» In erster Linie seien es Kinder, und da habe sie Erfahrung, sagt Mona Vetsch. UNO spielen, Lego bauen, Geschichten erzählen. «Es hat mich tief berührt, wie tapfer die Kinder sind. Lauter kleine Kämpfer.»

Die drei Tage beschreibt sie so: «Es waren die intensivsten Drehtage meines Lebens.» Das Schwierigste sei für sie der Abschied gewesen. Die Kinder und ihre Familien zurückzulassen und zu wissen, dass sie nichts für sie tun könne. «Aber wir sind in Kontakt geblieben. Es tut gut zu sehen, wie es den Kindern Schritt für Schritt besser geht.»

Aufnahmen sorgten für Ablenkung

Berührungsängste mit dem Kamerateam und der Moderatorin hatte der zwölfjährige Mattia aus Thundorf nicht. Seine Mutter Petra Nadler erzählt: «Die Dreharbeiten fanden für uns in der Anfangszeit der Therapie statt. Es war in der dritten Woche, in der unser Kind im Spital war. Mattia war sofort bereit, sich für die Sendung filmen zu lassen.» Der Zeitpunkt der Aufnahmen war ideal, da Mattia von den Schmerzen der Nebenwirkungen etwas abgelenkt wurde. Sowohl Mona Vetsch als auch das Filmteam sei sehr sympathisch und einfühlsam gewesen. Anfängliche Bedenken waren deshalb schnell vergessen.

Eigentlich stehe ihr Sohn und ihre Familie gar nicht so gerne im Mittelpunkt, sagt Valeria Branco aus Kreuzlingen. Der ebenfalls zwölfjährige Jaime habe sich zuerst nicht filmen lassen wollen. Doch schliesslich liess er sich doch darauf ein. Valeria Branco sagt:

«Er ist schnell aufgetaut, und die Drehtage haben ihm Spass gemacht.»

Auch sie selbst habe sich zu Beginn gefragt, ob das nötig sei. Andererseits habe sie es auch gut und wichtig gefunden, dass man eine solche Situation zeige. Die Moderatorin hat auch sie als sehr natürlich, authentisch und einfühlsam erlebt. «Überhaupt muss man auch den Schwestern auf der Station ein Kränzlein winden. Was sie alles für die Kinder und Familien tun, ist enorm. Sie behandeln ihre Patienten wie eigene Kinder.»

Für beide Familien ist jetzt die Zeit des Vorwärtsschauens. Die beiden Buben gehen wieder in die Schule. Die Erhaltungstherapie läuft. Was sie nicht erwartet hätten, aber sehr freut: dass Mona Vetsch den Kontakt zu ihnen hält.

«Beim Anblick von Spritzen werde ich halb ohnmächtig»

Für Mona Vetsch ist klar: «Als Kind wollte ich Krankenschwester werden, weil meine Mutter im Spital gearbeitet hat. Aber ich bin komplett ungeeignet.» Sie könne nämlich kein Blut sehen und werde schon beim Anblick von Spritzen halb ohnmächtig. Ob sie nach der Sendung einen solchen Beruf ausüben würde? Es sei eine schöne und enorm sinnvolle Arbeit. Aber man müsse auch schwere Momente ertragen. «Ganz ehrlich: ich würde mir das nicht zutrauen.»

Mona Vetsch nimmt von diesen drei Tagen viel mit: Bewunderung für Eltern und Kinder, die sich der Krankheit so entschlossen entgegenstellen. Hochachtung für Pflegende und Ärzte und viel Dankbarkeit für unser gutes Gesundheitssystem. Das sei nicht selbstverständlich. «Der Vater des blutkranken Mohammad hat mir unter Tränen gesagt, dass sein Sohn in Afghanistan nicht überlebt hätte.»

Der Besuch von Mona Vetsch bei der Kinderkrebsstation des Ostschweizer Kinderspitals in St. Gallen wird am 20. September um 21.05 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

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