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Mörderjagd mittels Smartphone-Bildschirm in Frauenfeld

Ein Mann wird ermordet aufgefunden. Mit Köpfchen, einem Smartphone und viel Spass kommen die Agenten dem Täter auf die Spur. Diese mobile Schnitzeljagd zweier Herdermer ist derzeit im Langfeld möglich.
Hugo Berger
Dunja Hubrath nimmt mit einem Smartphone am Fundort der Leiche die Spur auf. (Bilder: Donato Caspari)

Dunja Hubrath nimmt mit einem Smartphone am Fundort der Leiche die Spur auf. (Bilder: Donato Caspari)

Das Langfeld ist ein ruhiges Quartier und hat bisher kaum für negative Schlagzeilen gesorgt. Dass in der Langfeldstrasse vor ein paar Tagen ein Mann am helllichten Tag ermordet wurde, hätte wohl niemand erwartet. Beim Opfer handelt es sich um den schwerreichen Bankmanager namens Thierry Legrand.

Doch die Anwohner können weiterhin gut schlafen, denn zum Glück ist der Mord nicht wirklich passiert, sondern er ist Ausgangspunkt eines Spiels. Es nennt sich «CrimeScene.Game», und entwickelt haben es Marcel Meier und Dunja Hubrath aus Herdern. Das Besondere daran: Die Spieler betätigen sich als Agenten und lösen den Fall in Gruppen von zwei bis sechs Personen. Im Mittelpunkt der Ermittlung steht die mobile Einsatzzentrale, wo alle Fäden zusammenlaufen und ausgewertet werden. Sie steht derzeit und noch bis Mitte September auf dem Platz neben der Firma Plättli Ganz.

Ermitteln dank mehrerer Hinweise

Als mögliche Täter werden den teilnehmenden Agenten fünf Verdächtige präsentiert, die alle ein Motiv haben. Da ist etwa eine Mitarbeiterin, die sich von Thierry Legrand, ihrem ehemaligen Chef, bei einer Beförderung übergangen fühlt. Oder ist es der ehemalige Kollege, der durch schlechte Beratung sein ganzes Vermögen verloren hat? Im Visier der Ermittler steht nicht zuletzt die Ehefrau des Opfers. Hat er sie mit einer anderen Frau betrogen? Sie rückt besonders in den Fokus, weil am Tatort unter anderem ihr Ehering gefunden wird, respektiv auf dem Bildschirm des Smartphones sichtbar wird. Doch mehr als ein Hinweis ist es vorderhand nicht.

Ein weiterer Hinweis erscheint auf dem Bildschirm.

Ein weiterer Hinweis erscheint auf dem Bildschirm.

«Das wäre auch zu einfach, gibt es doch viele Möglichkeiten, wie der Ring dorthin gelangt ist», sagt Dunja Hubrath. Mit einbezogen ins Spiel wird jeweils auch die Umgebung. Mittels Koordinaten finden die Detektive auf einer rund 50 Meter entfernten Wiese weitere Spuren. «Die Spieler wollen sich bewegen, wenn es der Kunde wünscht, wählen wir einen grösseren oder kleineren Radius», meint Hubrath.

Geheimnisse aus dem Asservatenschrank

Wie in den meisten Krimis im Fernsehen gibt es auch bei «CrimeScene.Game» einen Punkt, an welchen die Ermittler nicht mehr weiterkommen. Neu Fakten müssen her. Diese könnten im Asservatenschrank liegen, ein speziell gesicherter Raum, der auch im richtigen Leben der Polizei und der Staatsanwaltschaft zur Verwahrung wichtiger Dokumente dient.

Das Problem aber ist: Wie lautet der Zahlencode, mit dem er sich öffnen lässt? Als Hinweis dient ein Totenkopf, ein Fingerabdruck und ein Schwert. Daraus die erforderlichen Zahlen abzuleiten, dürfte für die Spieler zur Knacknuss werden. Wer schliesslich als Täter oder die Täterin entlarvt wird, sei hier nicht verraten. Doch eines lässt sich sagen: Das Spiel verspricht Aktion, Spannung und viel Spass.

Ständiger Kontakt zwischen Spieler und Spielleitung

Die Teilnehmer des «CrimeScene.Game» werden vor Spielbeginn durch die Spielleitung informiert und instruiert. Während des gesamten Spiels, das rund anderthalb Stunden dauert, ist die Spielleitung persönlich oder via Smartphone Ansprechperson für Fragen der Spieler. Gedacht ist das Spiel für jung gebliebene Erwachsene. Kinder bis 12 Jahre spielen gratis, jedoch nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson. Jugendliche von 12 bis 15 Jahre bezahlen den halben Preis. Schüler und Studenten erhalten eine Ermässigung von zehn Prozent. Das Spiel kann bis maximal 24 Stunden im Voraus auf der Internetseite www.crimescene.game gebucht werden. (hub)

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