Mitwirkung
«Wer da ist, interessiert sich»: Trotzdem haben bisher nur knapp über 70 Personen ihre Meinung zum Gesamtbild 2040 der Agglomeration Frauenfeld kundgetan

Die öffentliche Mitwirkung für das Gesamtbild 2040 der Agglomeration Frauenfeld mit der Stadt und den Gemeinden Gachnang und Felben-Wellhausen läuft noch bis am 11. Juli. Bisher fällt der Rücklauf der Fragebogen jedoch spärlich aus.

Samuel Koch
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Das Gesamtbild 2040 der Agglomeration Frauenfeld mit der Stadt und den dazugehörigen Gemeinden Gachnang und Felben-Wellhausen.

Das Gesamtbild 2040 der Agglomeration Frauenfeld mit der Stadt und den dazugehörigen Gemeinden Gachnang und Felben-Wellhausen.

Bild: PD

Nichts weniger als zur guten Schülerin will sich die Agglomeration Frauenfeld in Bundesbern verwandeln. Deshalb hat sie mit dem Gesamtbild 2040 ein Konzept erschaffen, womit für zukünftige Projekte wieder Geld aus den Honigtöpfen in Bern fliessen soll. Seit Anfang Mai und noch bis 11. Juli läuft eine öffentliche Mitwirkung, um die Bevölkerung mit ins Boot zu holen.

Nur macht bisher kaum jemand mit, wie Stadtrat Andreas Elliker und Stadtplaner Robert Scherzinger sagen, die am Freitag an einem der vielen öffentlichen Anlässe im Stadtlabor über das Gesamtbild informierten. Den Onlinefragebogen haben bisher über alle drei Gemeinden gesamthaft nur knapp über 70 Personen ausgefüllt. Elliker sagt:

«Zur guten Schülerin können wir nur werden, wenn wir die Bevölkerung mitnehmen.»
Andreas Elliker, Stadtrat und Vorsteher Departement für Bau und Verkehr.

Andreas Elliker, Stadtrat und Vorsteher Departement für Bau und Verkehr.

Bild: Mathias Frei

Wer ins Stadtlabor komme oder bei den Beteiligten direkt frage, sei interessiert, meint Elliker. Es zeige sich aber oft, dass das grosse Ganze nur schwierig in einfachen Worten zu erklären sei. «Bei den Begehungen zeigt sich oft, dass doch nicht klar ist, wie die Mechanismen genau funktionieren», sagt Elliker. Nebst den wenigen Rückmeldungen aus der Bevölkerung vermisst der Vorsteher des Departements für Bau und Verkehr bisher auch die Meinung der 40 Gemeinderatsmitglieder.

Volksabstimmung im ersten Halbjahr 2022

Ist das Thema Agglomerationsprogramm also zu abstrakt für die breite Bevölkerung? Elliker und Scherzinger sind überzeugt vom Vorgehen über die öffentliche Mitwirkung. «Dafür haben wir den Abstimmungstermin verschoben», meint Elliker. Die ursprünglich für diesen Herbst vorgesehene Vorlage zu den Verkehrsmassnahmen auf Strassen der Frauenfelder Innenstadt findet nun erst im ersten Halbjahr 2022 statt.

Robert Scherzinger unterstreicht, dass sich bisher viele Interessierte zu Wort gemeldet haben. Das Interesse sei da. Jetzt brauche es bloss noch die ausgefüllten Fragebogen. Er ergänzt:

Robert Scherzinger, Abteilungsleiter Stadtplanung.

Robert Scherzinger, Abteilungsleiter Stadtplanung.

Bild: Andrea Stalder
«Deshalb haben wir die Frageformular ja so einfach wie möglich gestaltet.»

Die Bevölkerung erhalte eine Chance, sich noch bis am 11. Juli zu beteiligen. Nach einer Flyeraktion und mehreren Aufrufen in den sozialen Medien beginnt jetzt der Endspurt. Übrigens wohnen in der Agglomeration Frauenfeld rund 32'000 Menschen. Die öffentliche Mitwirkung hat also noch Potenzial.