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Bei Pro Kanti Frauenfeld stehen die Mittelschul-Prüfungen auf dem Prüfstand

Kantonsschulen im Thurgau müssen um ihre Schüler kämpfen. Dass dabei auch wirklich die besten ausgewählt werden, ist auch eine Frage des Aufnahmeverfahrens ab der Sek.
Professorin Elsbeth Stern referiert bei Pro Kanti Frauenfeld. (Bild: Mathias Frei)

Professorin Elsbeth Stern referiert bei Pro Kanti Frauenfeld. (Bild: Mathias Frei)

(red) Man könne auch mit relativ wenig Intelligenz ans Gymnasium kommen, stellte ETH-Professorin Elsbeth Stern am Donnerstagabend beim Kanti-Förderverein Pro Kanti Frauenfeld (PKF) fest. Und die in der Lehr- und Lernforschung tätige Psychologin wusste mit weiteren pointierten und gleichwohl fundierten Aussagen zu gefallen. So sitze in jeder Mittelschulklasse ein unintelligentes Kind. Zudem seien Lehrer nicht besonders gut darin, die Intelligenz von Schülern einzuschätzen.

Prüfverfahren auf dem Prüfstand

Am PKF-Herbstanlass standen die Mittelschul-Aufnahmeverfahren auf dem Prüfstand. Rund 60 Interessierte fanden den Weg in den alten Kanti-Singsaal, darunter Kantirektor Hanspeter Hitz- und Nationalrätin Verena Herzog. Aktuell evaluiert der Kanton Thurgau das Verfahren mit schriftlicher und mündlicher Mittelschul-Aufnahmeprüfung. Urs Schwager, Leiter des Amts für Mittel- und Hochschulen berichtete direkt aus der Werkstatt. In Zukunft könnten im Thurgau nebst einer schriftlichen Prüfung auch Erfahrungsnoten aus der Sek berücksichtigt werden. Markus Kunz, Leiter Schulaufsicht Kanton Zug, erläuterte derweil den vor fünf Jahren in Zug eingeführten prüfungsfreien Übertritt, der anhand eines gemeinschaftlich beschlossenen Zuweisungsentscheid erfolgt.

Wenige, aber erfolgreiche Thurgauer Maturanden

Urs Schwager, Chef des Amtes für Mittel- und Hochschulen des Kantons Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Urs Schwager, Chef des Amtes für Mittel- und Hochschulen des Kantons Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Die in der Sek Reutenen tätige Lehrerin Doris Roos, die das Podium komplettierte, war der Meinung, dass im aktuellen Thurgauer Aufnahmeverfahren die Einschätzung der Oberstufen-Lehrperson zu kurz komme. Mit Blick auf den zukünftigen Aufnahmeweg kann sie sich eine Mischung aus Prüfungs- und Erfahrungsnote gut vorstellen. Laut Urs Schwager ist im Thurgau der Kampf um gute Schüler Realität. Er verwies auf Zahlen, wonach Absolventen Thurgauer Mittelschulen schnell und erfolgreich ein Hochschulstudium absolvierten. Wenn man mit dem Gedanken spiele, die Maturitätsquote zu erhöhen, müsse sichergestellt werden, dass man dann auch diejenigen genug intelligenten Schüler erreiche, die aktuell auf der Strecke bleiben, gab Professorin Stern zu bedenken.

Weitere Infos auf www.prokantifrauenfeld.ch

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